T-Mobile macht offenbar große Zugeständnisse
Gerangel um iPhone in der Schlussphase

Das Design-Handy iPhone von Apple wird nach Medieninformationen in Deutschland von T-Mobile vertrieben werden.

HB/jkn/pos DÜSSELDORF/FRANKFURT. Um den Zuschlag zu bekommen, habe das Unternehmen zugestimmt, zehn Prozent seiner mit dem Gerät erzielten Umsätze an Apple abzuführen, berichtet die „Financial Times Deutschland“ ohne genauere Quellenangaben. Ein Sprecher von T-Mobile wollte die Informationen auf Anfrage des Handelsblatts ebenso wenig kommentieren wie Apple Deutschland.

Apples iPhone wird Branchenkreisen zufolge in Europa wahrscheinlich insgesamt exklusiv von den größten nationalen Mobilfunkbetreibern vertrieben. „Die Vereinbarungen werden wohl jeweils mit dem Marktführer des Landes getroffen, ansonsten würde man einen großen Vorteil verschenken“, sagte ein Vertreter der spanischen Telekommunikationsbranche am Mittwochabend. In Spanien seien die Verhandlungen mit dem US-Elektronikkonzern noch in einem frühen Stadium. Es sei aber davon auszugehen, dass die Vertragsbedingungen in jedem europäischen Land unterschiedlich ausfallen werden.

Wie aus der Mobilfunkbranche am Mittwoch zu hören war, hat Apple bislang den Unternehmen, die sich für die Provider-Rolle beim iPhone interessierten, aber lediglich Vertragsentwürfe zugeschickt. Darin verlange Apple, dass etwa zehn Prozent der relevanten Telefon-Umsätze an den US-Computerbauer abgeführt werden. Ähnliche Sätze seien beim Vertriebspartner AT&T durchgedrückt worden. Neben T-Mobile haben offenbar auch andere Telekom-Unternehmen solche Entwürfe bekommen, darunter Orange und O2. Ob diese Verträge in dieser Form Bestand haben werden, scheint aber noch ebenso offen zu sein wie die Frage, wer Provider des iPhone wird.

Aus dem Umfeld der Deutschen Telekom ist zu hören, dass wahrscheinlich in sechs Wochen eine Entscheidung fallen wird. Für die Ende August startende Funkausstellung IFA in Berlin werde es auf jeden Fall nicht reichen. Für Apple wäre es ein ungewöhnlicher Schritt, den Start eines Prestigeprodukts von einem Partner verkünden zu lassen. Apple selber ist auf der Funkausstellung nicht vertreten.

Ein Spannungsfeld soll nach Handelsblatt-Informationen noch der Telekom-eigene Musikdienst „Musicload“ sein, der nach Jahren des scharfen Wettbewerbs mit iTunes den Einzug des Gegners ohne Gegenwehr hinnehmen müsste. Apple verlangt in den USA auch eine Zwangsregistrierung des iPhones bei seinem Online-Musikshop.

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