Telefonieren per Internettechnologie
VoIP kontra UMTS

Warum teure Gesprächsgebühren für Mobiltelefonate bezahlen, wenn mit der gleiche Technik zu einem Bruchteil der kosten telefoniert werden kann? Die schnellen Datendienste im UMTS-Standard könnten zur Konkurrenz für die Telefonate über die gleiche Verbindungstechnik werden.

hiz DÜSSELDORF. Ob sich die Milliardeninvestitionen für UMTS rechnen, wird immer zweifelhafter. Eine Studie von Mummert Consulting zeigt, dass die UMTS-Datendienste die Umsatzberechnungen der Anbieter über den Haufen werfen könnten.

In die neue Mobilfunktechnologie UMTS haben die Provider Milliardenbeträge investiert. Neben der schnellen Datenübertragung sollte ein großer Teil der Investitionen durch mobile Telefonate refinanziert werden. Allerdings könnten genau diese Datendienste alle Kalkulationen über den Haufen werfen.

Das Telefonieren mittels Internet-Technologien, das so genannte Voice over IP (VoIP), bedroht nach Ansicht der Marktforscher das Geschäft mit der Sprachtelefonie in UMTS-Netzen. Der Grund liegt in den hohen Datenübertragungsraten, die sich auch für Sprachübertragung via VoIP nutzen lassen. Eine Technik, die sich auch im Festnetz immer weiter durchsetzt.

Der Vorteil für die Kunden liegt auf der Hand: Die Übertragung von Sprache als Datenpakete ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als ein Telefonat mit einem Handy. So bietet beispielsweise ein Provider UMTS-Telefonate für 29 Cent pro Minute an. Wird Sprache hingegen in Datenpaketen gesendet, würden die Kosten dafür einem Minutenpreis von etwa zwölf Cent entsprechen. Die Experten befürchten, dass dadurch den Mobilfunkprovidern Umsatzeinbußen von 60 Prozent drohen. Während die Netzbetreiber nach technischen Möglichkeiten suchen, VoIP über UMTS zu verhindern, stürzen sich bereits Drittanbieter auf Lösungen für das paketvermittelte mobile Telefonieren.

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