Telekom prescht vor - O2 hinkt hinterher
Günstigere Handy-Tarife für viele Urlauber zu spät

Handy-Gespräche im europäischen Ausland werden billiger. Die so genannten Roaming-Gebühren werden nach einer Vorgabe der EU begrenzt. In diesem Sommer haben viele Urlauber aber noch nichts davon. Sparen können sie trotzdem. Es gilt nur einiges zu beachten.

HB DÜSSELDORF. Die deutschen Mobilfunkanbieter reagieren höchst unterschiedlich auf die Vorgabe aus Brüssel: Während die Telekom vorprescht und schon zum 1. Juli ihre Roaming-Tarife senkt, lässt sich O2 bis Ende August Zeit. Dann sind außer in Baden-Württemberg und in Bayern die Sommerferien schon vorbei.

Die EU-Kommission hat mit einer Roaming-Richtlinie auf die nach ihrer Ansicht oft weit überhöhten Preise für die Nutzung von Handys im Ausland reagiert. Maximal 58,31 Cent pro Minute dürfen künftig noch für Gespräche zwischen zwei EU-Staaten berechnet werden. Für ankommende Gespräche - im Festnetz für den Angerufenen kostenlos - dürfen bei Handys im Ausland noch 29 Cent pro Minute geltend gemacht werden, jeweils inklusive Mehrwertsteuer in Deutschland. Allerdings gelten Übergangsfristen, so dass die erzwungene Preissenkung spätestens erst Ende September wirksam wird.

Schon ab 1. Juli kosten Handy-Auslandsgespräche bei T-Mobile in den EU-Staaten 58 Cent statt bisher 59 Cent pro Minute, für ankommende Gespräche fallen 28 statt bisher ebenfalls 59 Cent pro Minute an. Bei T-Mobile gilt der neue Preis unabhängig davon, in welchem ausländischen Netz der Kunde gerade eingebucht ist. Er gilt für Gespräche nach Deutschland ebenso wie für Anrufe innerhalb des Urlaubslandes oder in ein anderes EU-Land.

Auch erweiterte der deutsche Marktführer die günstigste Ländergruppe. Sie umfasst nun neben der EU auch die französischen Überseegebiete wie Guadeloupe und Martinique. Bei den meisten Vertragskunden ist nach Angaben eines Sprechers „T-Mobile-weltweit“ als Standard-Roaming-Tarif bereits voreingestellt. Besitzer vor allem älterer Prepaid-Karten sollten sich gegebenenfalls erkundigen.

Bei Vodafone gilt der EU-Tarif mit 58/28 Cent ab 29. Juli automatisch für alle Kunden. Wer das so genannte Reise-Versprechen als kostenlose Tarifoption gebucht hat, profitiert ab 18. Juli von einem erweiterten Angebot: Nicht nur die 27 Euro-Staaten sind erfasst, sondern auch weitere Urlaubsziele wie die Türkei, die Schweiz und Ägypten.

Dieser vor zwei Jahren eingeführte Tarif gelte aus allen ausländischen Netzen und sei ab einer Gesprächsdauer von zwei oder drei Minuten sogar günstiger als die EU-Vorgabe, sagte eine Sprecherin. Vodafone verlangt die für den Kunden in Deutschland gültigen Minutenpreise sowie einen Zuschlag von 75 Cent pro Gespräch. Ankommende Gespräche kosten ebenfalls einmalig 75 Cent.

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