Telekom-Tochter verfehlt Vorgaben
T-Mobile schwächelt beim Kundenwachstum

T-Mobile, die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, hat im ersten Quartal 2004 in Deutschland offenbar schlechter abgeschnitten als geplant. Vor allem beim Anwerben neuer Kunden ist das Unternehmen hinter den Konzernvorgaben zurückgeblieben.

HB/slo DÜSSELDORF. Nach Angaben des Magazins "Capital" zählte T-Mobile im Januar und Februar insgesamt 190 000 neue Nutzer hier zu Lande - 340 000 waren geplant. Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld fiel der Kundenzuwachs auch im März eher mager aus - schlechte Nachrichten für die Telekom, die für ihr künftiges Wachstum auf den Mobilfunk angewiesen ist.

T-Mobile ist bislang die Nummer eins auf dem deutschen Mobilfunkmarkt mit 26,3 Millionen Kunden im Dezember 2003. Doch schon Ende vergangenen Jahres zeigte das Unternehmen Schwächen und wuchs langsamer als der große Konkurrent Vodafone D2, der im vierten Quartal 2003 den Abstand zum Branchenführer verkleinerte.

Offiziell bringt die Telekom die Mobilfunk-Zahlen für das erste Quartal am 13. Mai heraus. Auch die Konkurrenten geben ihre Ergebnisse erst in den nächsten Wochen bekannt. Bisher steht nur fest: Der kleinste deutsche Mobilfunker, O2, steigerte seine Kundenzahl von Januar bis März um 400 000 auf knapp sechs Millionen.

"Im Vergleich dazu ist die Performance von T-Mobile natürlich enttäuschend", sagt Marcus Sander, Analyst bei Sal. Oppenheim, "aber kein Grund zur Panik." Denn es sei nicht davon auszugehen, dass dieser negative Trend bei T-Mobile anhalte. Zunächst habe dies auch eine gute Seite: "Auf die Marge wirkt sich das geringere Kundenwachstum positiv, da die Kosten für die Kundenakquisition niedriger ausfallen", sagt Sander. Eine Erklärung für das schlechtere Abschneiden des deutschen Mobilfunkmarktführers haben die Experten aber nicht. Einige vermuten Probleme im Vertrieb.

Nach Angaben des Magazins "Capital" verfehlte T-Mobile auch in anderen Bereichen die Vorgaben. Demnach haben die Kunden weniger Kurznachrichten verschickt und weniger telefoniert: 22 Minuten seien es im Februar im Schnitt pro Kunde gewesen, mit mindestens 24 Minuten habe man aber gerechnet.

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