Telekommunikation
EU will Handy-Telefonate im Ausland verbilligen

In ihrem Kampf gegen hohe Auslandsgebühren im Mobilfunk macht EU-Telekom-Kommissarin Viviane Reding einem Zeitungsbericht zufolge ernst.

dpa BRüSSEL. Die EU will Handy-Telefonate im Ausland billiger machen. Eine entsprechende Verordnung soll bis Anfang August vorgeschlagen werden, kündigte der Sprecher der verantwortlichen Kommissarin Viviane Reding am Montag in Brüssel an.

Die Nutzung ausländischer Mobilfunknetze („Roaming“) im Urlaub oder bei der Geschäftsreise solle nicht teurer sein durch als die Nutzung eines anderen Netzes im Heimatland. Reding wolle nicht die Preise selbst regulieren, sondern nur deren Grundlage. Vorbild sind Euro-Geldüberweisungen, deren Auslandstarife auf Drucks Brüssels hin vor drei Jahren auf das jeweilige Inlandsniveau sanken.

Bisher reagierten Mobilfunk-Anbieter nicht auf Kritik der EU- Kommission, sagte der Sprecher. Die Behörde von Reding vergleicht seit mehrere Monaten die Auslandstarife europäischer Mobilfunkunternehmen.

Roaming-Gebühren berechnen Mobilfunkanbieter untereinander für grenzüberschreitende Anrufe. Ein Anbieter in Deutschland muss beispielsweise an seinen Partner in Griechenland Gebühren für die Nutzung dessen Netzes bezahlen. Diese werden dann auf die Kunden teilweise umgelegt.

Reding will ihre Pläne am Mittwochabend bei einem Treffen europäischer Wettbewerbsaufseher in Paris vorstellen, sagte der Sprecher und bestätigte damit Informationen der Tageszeitung „Financial Times“ (vom Samstag). Da die Mitgliedstaaten im EU- Ministerrat und das Europaparlament der geplanten Verordnung zustimmen müssen, dürfte das neue Gesetz nicht vor 1. Januar 2008 in Kraft treten.

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