Telekommunikation
Mobilfunker drängen ins Internet

Die US-Mobilfunkgiganten setzen auf mobiles Internet. Ein Strategiewechsel. Bisher fürchteten sie, dass ihre Umsätze wegbrechen, wenn sie Skype, Vonage oder Trufone in ihr Netz lassen. Das soll sich jetzt ändern. Wie die neue Strategie die globale Telekommunikation verändern könnte.
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DÜSSELDORF. Die großen amerikanischen Mobilfunkanbieter haben einen dramatischen Strategiewechsel eingeleitet. Sie drängen immer stärker weg von ihrer Rolle als reine Telefonanbieter und setzen auf Dienstleistungsgeschäfte im Internet.

Die Nummer zwei auf dem US-Markt, AT&T, öffnet überraschend ihr Mobilfunknetz uneingeschränkt für Internet-Telefon-Software von Drittanbietern wie Skype, Vonage oder Trufone. Damit ist jetzt ausdrücklich auch das beliebte iPhone von Apple, das in den USA von AT&T vertrieben wird, eingeschlossen. Hier war Web-Telefonie bislang kategorisch verboten.

Zuvor hatte Marktführer Verizon eine Partnerschaft mit dem Internet-Riesen Google bekanntgegeben. Beide Partner wollen in Produkte und Dienstleistungen auf Basis von Googles Android-Betriebssystem für Smartphones investieren. Damit will Verizon eine attraktive Alternative zu AT&T schaffen, dass durch seine Vertriebspartnerschaft mit Apple einen großen Vorteil auf dem Markt für Smartphones hat.

Es geht um viel Geld. Die Telefonanbieter wetteifern um die zahlungskräftigste Kundschaft der Zukunft - die Käufer von Smartphones wie Googles Android oder Apples iPhone. Deren Verkauf ist mit teuren Daten-Flatrateverträgen verbunden. Laut Marktforscher Gartner wuchs der Weltmarkt für Smartphones im zweiten Quartal um 27 Prozent auf 40 Mio. Stück, während der Gesamtmarkt für Mobiltelefone um sechs Prozent nachgab.

Im Smartphonebereich gibt es zudem kein nennenswertes Geschäft mit den billigen Prepaid-Karten. Nach Statistiken von O2 Deutschland liegt der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde bei den datenlastigen Smartphone-Verträgen doppelt so hoch wie bei "normalen" Handykunden.

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