Telekommunikations-Trends
Mobilität soll die Kunden locken

„Der Kollege ist gerade nicht am Platz“ – dieser Satz könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn das Telefon der Zukunft ist nicht nur mit dem Terminplaner seines Benutzers vernetzt.

DÜSSELDORF. Stellt das Gerät anhand des im Firmennetzwerk abgelegten Kalenders fest, dass der Besitzer gerade in einem Meeting ist, werden Anrufe automatisch auf das Voice-Mail-System umgeleitet. Dabei spielt keine Rolle, ob der Anrufer das Handy oder das Schreibtischtelefon angewählt hat.

Nur noch eine einzige Rufnummer sowie Mailbox und Rechnung, dazu ein intelligentes Telefonnetz, das den Angerufenen dort findet, wo er sich aufhält und gleichzeitig den effizientesten Kommunikationskanal wählt – das ist die Zukunft des Telefonierens, die Festnetz- und Mobilfunkbetreiber unter dem Schlagwort Fixed Mobile Convergence (FMC) vermarkten. Zentraler Vorteil des Konzepts: Manager und Mitarbeiter müssen nicht mehr mit Mobiltelefon, Daten-Endgeräten wie den PDAs und dem Festnetztelefon jonglieren, da alle Funktionen mit nur einem mobilen Endgerät zur Verfügung stehen.

Bei der Frage, wie die nächste Generation konvergenter Sprach- und Datendienste aussieht und wer sie anbieten wird, stehen sich zwei Lager mit derzeit unvereinbaren Konzepten gegenüber. Anbieter von Festnetztelefonie wie die Deutsche Telekom wollen mit einer Erweiterung ihrer stationären Angebote punkten. Auf der anderen Seite stehen die Mobilnetzbetreiber, die am liebsten die Festnetztelefonie völlig durch mobile Dienste ersetzen würden.

Erste Ansätze zum FMC-Konzept verfolgt in Deutschland seit einigen Jahren O2 mit dem Genion-Dienst. Dabei wird das Telefonieren mit dem Mobiltelefon in einer bestimmten Netzzelle, der „Homezone“, zu günstigeren Konditionen abgerechnet. Der Ersatz der klassischen Telefonleitung bereitet den Festnetzanbietern heute Kopfzerbrechen. Zwar werden in Deutschland weniger als 20 Prozent aller Telefonate mit dem Handy geführt. Doch mit Produkten wie Genion oder dem „Zuhause“-Tarif von Vodafone gelingt es den Mobilfunkanbietern zunehmend, Verbindungsminuten aus dem Festnetz abzuziehen.

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