Teure Kreuzfahrt
4 800-Dollar-Rechnung trotz ausgeschalteter iPhones

In der Familie von Jay Levy besitzt jeder ein iPhone, und alle drei nahmen das Apple-Handy auch mit auf eine mediterrane Kreuzfahrt. Um den hohen Roaming-Gebühren zu entgehen, schalteten die Levys ihre Geräte jedoch aus. AT&T schickte ihnen trotzdem eine Rechnung von insgesamt fast 4 800 Dollar für Datenübertragungen im Ausland, berichtet Newsday.com. Ein anderer iPhone-Kunde habe in einem ähnlichen Fall bereits geklagt.

DÜSSELDORF. Insgesamt 54 Seiten habe die Rechnung von Mobilfunkanbieter AT&T im Falle von Jay Levys Familie betragen. Was ihnen nicht klar war: das iPhone ruft E-Mails selbst im ausgeschaltenen Zustand ab und AT&T berechnet dafür außerhalb der USA zwischen 5 und 25 Dollar pro übertragenen 20 Megabyte. Das iPhone lässt sich nämlich gar nicht wirklich ausschalten, sondern nur in einen Standby-Zustand versetzen. Die iPhone-Besitzer müssen im Ausland also auf der Hut sein.

Insbesondere europäische Staaten gehören laut Newsday.com zu den Ländern mit hohen Roaming-Gebühren. Weil Apple in Europa noch kein iPhone auf den Markt gebracht hat, ging Levy nach eigenen Angaben davon aus, dass das Gerät in europäischen Ländern gar nicht funktionieren würde.

Auch andere iPhone-Besitzer mussten das merkwürdige Verhalten ihres Smartphones bereits teuer bezahlen, so der Bericht. Der New Yorker Immobilienhändler Herbert Kliegerman wunderte sich demnach nach einem Mexiko-Aufenthalt über eine 2000-Dollar-Rechnung von AT&T. Nachdem er eine Klage einreichte, bot AT&T ihm 1 500 Dollar Entschädigung an. Zu wenig befand er. Kliegerman verlangte die gesamten 2 000 Dollar und zog die Klage nicht zurück.

Sein Anwalt gibt an, rund 15 iPhone-Besitzer hätten ihn kontaktiert, denen es ähnlich gegangen sei. Apple-Sprecherin Natalie Kerris verweist dem Bericht zufolge auf die Vertragsbedingungen, welche bei der Aktivierung des iPhones angezeigt werden und auf der Apple-Website zu sehen sind. Die über 6 700 Worte langen Bedingungen würde aber kaum ein Kunde wirklich lesen, so Kliegermans Anwalt laut Newsday.com.

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