Tipps gegen Datenklau
So schützen Sie sich vor Datenmissbrauch

Um die Verbraucher vor bösen Überraschungen zu schützen, erwägt Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) ein komplettes Verbot des Datenhandels. Aber mit einfachen Tricks kann man sich bereits jetzt davor schützen, dass zu viele Daten in Umlauf gelangen oder persönliche Angaben missbraucht werden.

Vorsicht bei der Herausgabe von Daten!


Viele Verbraucher wissen nicht, dass sie Informationen über sich preisgeben, wenn sie an Gewinnspielen und Haushaltsbefragungen teilnehmen. Auch Treuekarten von Rabattsystemen wie Payback hinterlassen eine Datenspur. Deshalb sollte hinterfragt werden, welche Angaben wirklich notwendig sind. Die Weitergabe der Daten kann unterbunden werden, indem sich der Kunde explizit dagegen ausspricht.

Klassisch, aber wirkungsvoll


Bevor Zahlungsbelege in die Mülltonne wandern, sollten sensible Informationen darauf unkenntlich gemacht werden. Kontoauszüge nicht in der Nähe der Hausbank entsorgen. Datensammler scheuen sich nicht, den Abfall zu durchwühlen. Seit Jahren empfohlen: Geldkarte und dazugehörigen PIN getrennt aufbewahren.

Einfach mal auflegen!


Hier empfiehlt es sich, die guten Manieren zu vergessen und unverzüglich aufzulegen. Es gibt Fälle, in denen Mitarbeiter von Callcentern auch eindeutige Ablehnungen von Angeboten als Zusage interpretierten und den Betroffenen Verträge zuschickten. Wer sich gar nicht erst auf Diskussionen einlässt, erspart sich Ärger.

Kontobewegungen prüfen!


In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass zahllose Kontonummern von Privatleuten im Umlauf sind. Daher lohnt es sich, regelmäßig die Kontoauszüge zu überprüfen. Unerwünschte Abbuchungen können binnen sechs Wochen von der Bank rückgängig gemacht werden. In solchen Fällen sollte Strafanzeige gestellt werden. Einen wirksamen Schutz vor solchen Machenschaften gibt es nur, wenn das Konto für Buchungen per Lastschriftverfahren gesperrt wird.

Machen Sie Ihren Rechner sicher!


Aus ungeschützten, drahtlosen Funknetzwerken können Benutzernamen und Passwörter gezogen werden. Es empfiehlt sich im Konfigurationsnetzwerk das Standardpasswort zu ändern.
Generell sollten Passwörter regelmäßig geändert werden und aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben bestehen. Sollen vertrauliche Inhalte per Mail versendet werden, kann man sie als ZIP-Datei im Anhang verpacken.
Dokumente und Dateien, die auf der Festplatte gespeichert sind, sind völlig ungeschützt, wenn weitere Personen Zugang zum Rechner haben. Auf der Seite http://www.truecrypt.org/ gibt es ein kostenloses Programm, das eine virtuelle Festplatte kreiert. Dorthin können dann alle wichtigen Dateien verschoben werden. Mit einer Verschlüsselungssoftware können für wichtige Dokumente Passwörter angelegt werden. Kostenlose Versionen gibt es unter gnupg.org

Vorsicht beim E-Mail-Verkehr


Beim „Phishing“, ein Wortspiel entstanden aus password fishing, wird versucht, über gefälschte Internetadressen Passwörter und Benutzernamen zu ermitteln. Dabei werden E-Mails mit einem Link versandt. Der Empfänger wird aufgefordert, die Daten auf der Website anzugeben. Der sicherste Schutz ist, solche E-Mails zu ignorieren.
„Web-Bugs“ sind kleine, meist unsichtbare Grafiken in E-Mails oder auf Webseiten. Diese werden beim Öffnen der E-Mail oder der Webseite vom Server geladen. Damit kann der Absender beziehungsweise Betreiber ermitteln, wer die Inhalte nutzt. Wer das verhindern will, sollte E-Mails und Webseiten offline lesen.

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