Trends der Funkausstellung
Ifa macht Musik mobiler

Die IFA hat mehr zu bieten als nur HDTV und Blu-ray-Player. Zahlreiche Firmen bieten nützliche Produkte an, die Musik mobil machen, Videobilder in der U-Bahn abspielen oder ihre Benutzer unterwegs mit wegweisenden Informationen versorgen. Die wichtigsten Neuheiten im Überblick.

BERLIN. Die Digitalisierung von Musik und die immer größere Bedeutung des Internets als ihr Verbreitungsweg haben den Musikkonsum radikal verändert: PC und MP3-Player drängen die Stereoanlage als Zentrum des Musikkonsums zunehmend in den Hintergrund. Doch wer setzt sich schon gerne an den PC, um seine Lieblingshits zu hören? Die Größen der HiFi-Branche setzen an dieser Stelle an, um der Musik mit ihren Produkten wieder den Weg ins Wohnzimmer zu bahnen.

Wichtigstes Stichwort in diesem Zusammenhang ist „Audio-Streaming“, also die Übertragung von Musik und Videos per WLAN oder Netzwerk: Denon präsentiert zum Beispiel auf der Ifa eine ganze Palette von A/V-Receivern und Streaming-Boxen, die sich vernetzen lassen und damit Musikgenuss in der ganzen Wohnung ermöglichen. Die Firma Sonos hat sich komplett auf diese Technologie spezialisiert: Deren Streaming-Clients werden mit einer eigenen Funktechnik vernetzt und sind wahlweise mit oder ohne Verstärkerteil erhältlich. Dementsprechend können sie entweder direkt an Lautsprecherboxen oder an den Verstärker einer Stereoanlage angeschlossen werden. Der Clou ist jedoch, dass sie zentral über nur eine Fernbedienung mit LCD-Display gesteuert werden. Falls der Filius in seinem Zimmer zu laut Musik hört, hat der Papa vom Wohnzimmer aus den Finger am längeren Hebel, respektive auf dem Lautstärkeregler.

Logitech als Hersteller von PC-Zubehör und -Lautsprechern stellt auf seinem Stand die „Squeezebox Boom“ vor, auch ein Streaming Client, dieses Mal allerdings gleich mit eingebauten Lautsprechern. Das Gerät besitzt eine Weckfunktion, kann Internet-Radiosender abspielen und lässt sich damit wie ein Radiowecker oder ein Küchenradio einsetzen. Voraussetzung ist natürlich bei all diesen Geräten, dass irgendwo ein PC steht, der die MP3-Dateien und die Internetverbindung zur Verfügung stellt.

Wem das alles zu kompliziert und zu technisch ist, kann auch den iPod als Musik-Transportmedium nutzen, und so seine Musik zur Stereoanlage bringen, denn Adapterstationen für den beliebtesten aller MP3-Player gehören mittlerweile fast zum Standard-Zubehör von A/V-Receivern oder HiFi-Verstärkern. Falls gleich die ganze Palette von Mediendateien auf unkomplizierte Weise ins Wohnzimmer soll, findet sich bei Herstellern wie TrekStor, Netgear oder Buffalo eine ganze Reihe von mobilen Festplatten, in deren Gehäuse die Elektronik zum Abspielen der Dateien und die benötigten Schnittstellen zum Anschließen von Fernseher und Stereoanlage integriert sind.

Eine besonders attraktive Software-Lösung für Musikliebhaber bietet die Firma Tobit aus dem nordrheinwestfälischen Ahaus an. Deren „Clipinc.fx“ macht eigentlich nichts anderes, als kontinuierlich die MP3-Streams von Internetradio-Sendern mitzuschneiden. Aber was das Programm daraus macht, ist schon bemerkenswert: Nach 2-3 Tagen Aufzeichnung bekommt man eine genaue Aufstellung, welche Hits wie oft und zu welchen Tageszeiten ausgestrahlt wurden. Der aktuelle Hit von Amy Winehouse? 32 Mal in zwei Tagen ausgestrahlt, die Spielzeiten lagen zwischen 3:05 Minuten und 3:32 Minuten, die längste Spielzeit war morgens um viertel vor vier zu verzeichnen. Ein Mausklick, und das Stück ist in voller Länge und sauber ein- und ausgeblendet auf der Festplatte gespeichert.

So lässt sich die eigene Musiksammlung sehr gezielt, in guter Qualität und vor allen Dingen vollkommen legal erweitern. Ein weiterer Pluspunkt: Man kann in den ausgestrahlten Programmen aller verfügbaren Radiosender gezielt nach Künstlern suchen, und sich den Sender mit der höchsten Trefferquote aufzeichnen. Das Beste ist: Clipinc.fx ist in der Basisversion kostenlos, mit dem Programm lassen sich in der Fassung drei Radiosender parallel aufnehmen. In der Vollversion fällt diese Begrenzung weg, dafür kostet das Programm 20 Euro. Und wer 25 Euro ausgibt, bekommt gleich einen MP3-Player im Scheckkarten-Format dazu.

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