Treo 750v
Der Palmberry ist da

Ehrlich gesagt: Ich hätte mal wieder gerne einen Palm. Gut, da ist ?ne Menge Romantik mit im Spiel. Palm, das steht für die wilden Zeiten der New Economy, das vibrierende Lebensgefühl des kalifornischen Silicon Valleys Ende der 90er-Jahre, so wie die Bee Gees für den Discosound der späten 70er. Wer im Dot.com-Business dazu gehörte, hatte einen "PDA", einen persönlichen Digitalassistenten, und der war ein "Palm". So was war halt.

DÜSSELDORF. Doch auch Legenden kommen in die Jahre - so wie Palm mit seinem angestaubten Betriebssystem "Palm OS". Heute hab ich ein Smartphone von Nokia und der Pocket-PC läuft unter Windows. Langweilig, aber passend zum PC.

Ab Oktober können die Web-Nostalgiker wieder unbesorgt auf Palm setzen, ohne als schrullige Altvordere durchzugehen - der Treo 750v hat das Zeug, zum großen Wurf zu werden. Er sieht gut aus, hat ein pfiffig überarbeitetes Windows-Betriebssystem, eine Menge guter Ideen und Windows-Push-Mail. Eine ernst zu nehmende Antwort auf Blackberry und Co.

Der 750v (v für Vodafone, zunächst noch exklusiv) ist endlich mal ein europäisches Produkt. Den nervigen Antennenstummel der US-Version Treo 700w haben die Kalifornier endlich abgefräst, das blau/silberne Gehäusedesign ist kompakt, aber mit genug Platz für eine Volltastatur. So wie beim direkten Konkurrenten Nokia E61 oder dem Blackberry 8700. Der Treo macht einen wertigen Eindruck, vom gummierten Gehäuse bis zu den griffigen Tasten mit knackigem Druckpunkt.

Palm hat sich das Betriebssystem Windows Mobile 5.0 einmal ordentlich vorgeknöpft und eine schöne Oberfläche draufgesetzt. Nach kurzer Einarbeitungszeit kommt man völlig ohne den mitgelieferten Stift für den Berührungsschirm aus, das zentrale Bedienfeld reicht für fast alle Aufgaben.

Praktisch: direkt auf der Startseite integriert ist ein Suchfeld für Google. Kein lästiges Blättern in Menüs und Aufrufen des Browsers mehr. Nur Suchbegriff eintippen und fertig. Mit dem unterstützten UMTS geht das auch richtig flott.

Pfiffiges Detail ist die Abweisung von Gesprächen per SMS-Antwort, etwa mit "Bin im Gespräch, melde mich später" (nicht so schroff wie plattes "Abwürgen" des Anrufs). Das ist aus dem täglichen Leben des Geschäftsmanns gelernt, der mal vergisst, das Ding auszuschalten.

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