TV-Trends auf der IFA Ein Kunstobjekt namens Fernseher

Wo ist denn der Fernseher? Bei einigen Geräten, die auf der IFA ausgestellt sind, ist das erst auf den zweiten Blick zu sehen. Sie sind Designobjekte, die sich nahtlos integrieren – und sogar Kunst ins Haus holen.
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Ist das Kunst? Oder ein TV-Gerät?

Ist das Kunst? Oder ein TV-Gerät?

BerlinWidersprüche erzeugen Aufmerksamkeit. Und so hätte Samsung wohl keine bessere Idee einfallen können, als die neue Fernsehmodelle mit dem Namen „The Frame“ in einer Kunstausstellung zu zeigen. Unterhaltung und Kunst, das passt selten zusammen.

Doch die Geräte des koreanischen Konzerns, die derzeit im Berliner Designkaufhaus Stilwerk zu sehen sind, haben einen „Art Mode“: Sind sie ausgeschaltet, zeigen sie Bilder an, umgeben von einem Rahmen. Das können selbst gemachte Familienfotos sein, die Kopien alter Meister, oder – wie in der Galerie – zeitgenössische Malerei und Naturfotografie.

Das sind die Gadget-Highlights der IFA
Elektronikmesse IFA
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TV-Geräte waren stets ein Schwerpunkt der IFA (1.-6. September). Doch die Messe unter dem Berliner Funkturm hat sich längst breiter aufgestellt und ist zu einem Schaufenster vielfältiger Innovationen der IT- und Unterhaltungselektronik-Branche geworden. Ein Überblick über einige der aktuellen Neuheiten.

Fitbit Ionic
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Fitbit stellt in Berlin seine Sport- und Smartwatch Ionic vor. Neben GPS und einem neuen System zur Pulsmessung am Handgelenk soll es auch Unterstützung für Apps geben – und einen Akku, der bis zu vier Tage durchhalten soll. Die Ionic ist ab Oktober 2017 erhältlich und soll ab 350 Euro kosten. (Foto: pr)

Samsung Gear Sport
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Samsung stellt bei seinen neuen Smartwatch-Modellen das Thema Fitness in den Vordergrund. Auf der IFA zeigt das Unternehmen mit der Gear Sport, die Ende Oktober für 349 Euro in die Läden kommt... (Foto: Samsung)

Samsung GearFit2 Pro
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...und dem schlankeren Tracker GearFit2 Pro zwei Geräte, die individuelle Fitness-Programme anbieten. Die beiden Wearables sind bis zu einer Tiefe von 50 Meter wasserdicht. Mit Hilfe einer App lassen sich so auch detailliert die eigenen Schwimmerfolge messen. Die GearFit2 Pro kommt Mitte September für 229 Euro auf den Markt. (Foto: Samsung)

Samsung Gear IconX
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Zudem kündigte Samsung ein neues Modell seiner Bluetooth-Ohrhörer Gear IconX an, das sich auf Fingerdruck sowie über Sprache steuern lässt und eine längere Akku-Laufzeit bieten soll. Verkaufsstart ist Ende Oktober, der Preis liegt bei 229 Euro.

Fairphone 2 setzt auf Upgrades
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Das niederländische Unternehmen Fairphone, das bei seinen Smartphones auf Nachhaltigkeit setzt, hat erstmals Modul-Upgrades eingeführt. So ist es den Besitzern des Fairphones 2 möglich, die Kamera mit den moderneren Modulen einfach nachzurüsten, ohne gleich ein neues Gerät kaufen zu müssen. Die neuen Module für die Rück- und Frontkamera sind mit einem größeren Bildsensor und mehr Megapixeln ausgestattet. Das Update der Frontkamera ist außerdem mit einer schnelleren Linse versehen worden.

Hausroboter Robelf
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Die Firma Robotelf zeigt in Berlin einen smarten Roboter, der Kindern und Senioren den Zugang zur Technikwelt erleichtern soll. Das Gerät mit dem Namen Robelf erkennt Personen, die zu einem Haushalt gehören und kann sich durch alle Räume frei bewegen. Genauso erkennt er auch Eindringlinge und benachrichtigt den Besitzer. Wenn die Wohnung leer steht, kann Robelf zur Überwachung von außerhalb ferngesteuert werden. Außerdem dient der Roboter Kindern als Lehrer und assistiert mit Kochrezepten in der Küche.

Die Ausstellung, passend zur IFA in Berlin eröffnet, ist ein Zeichen für eine Veränderung, des Fernsehers wie des Fernsehens. Der technische Fortschritt ermöglicht Geräte, die so dünn sind, dass sie sich flach wie ein Bild an die Wand hängen lassen. Neben Samsung zeigen beispielsweise auch LG, Metz und Loewe auf der Elektronikmesse solche Konzepte.

Gleichzeitig steigt die Bereitschaft, in derartige Designobjekte zu investieren – nicht zuletzt, weil Online-Dienste wie Netflix früh neue Technologien nutzen, die auf den Hightech-Fernsehern voll zu Geltung kommen. Das gilt für die Auflösung Ultra-HD, die vier Mal so hoch ist wie bei einem HD-Fernseher, oder für den Standard HDR, der mehr Kontrast und Helligkeit und somit eine deutlich bessere Bildqualität ermöglicht. Es ist die nächste Neuerfindung des Fernsehens.

Der Rahmen verschwindet

Dünner, schärfer, knackiger: Dieser Überbietungswettbewerb ist für die IFA typisch, seit dort vor 50 Jahren der damalige Vizekanzler Willy Brandt das Farbfernsehen mit einem symbolischen Knopfdruck einführte. Aber: „Der Innovationszyklus hat sich in den letzten Jahren dramatisch beschleunigt“, sagte Samsung-Manager Kai Hillebrandt dem Handelsblatt.

Die Entwicklung hat dazu geführt, dass um den Bildschirm herum nicht mehr viel übrig geblieben ist. „Die Geräte werden immer flacher, die Rahmen immer schmaler“, beschreibt Hillebrandt den Trend. Die Konsequenz: „Der Fernseher ist von einem technischen Produkt zu einem Designobjekt geworden.“ Vorausgesetzt, der Zuschauer ist bereit, 1500 Euro aufwärts fürs Heimkino auszugeben.

Das gilt nicht nur für die Modelle der „The Frame“-Reihe, die der Marktführer in Größen ab 43 Zoll verkauft: Auf der IFA bewirbt LG beispielsweise den „dünnsten Fernseher der Welt“, der sich wie eine Tapete an der Wand anbringen lässt – die OLED-Technologie macht es möglich. Metz hat mit dem chinesischen Mutterkonzern Skyworth im Rücken ein ähnlich flaches Gerät entwickelt. Und der deutsche Premiumhersteller Loewe platziert einige Modelle auf Staffeleien.

Für jeden Dritten bleibt der Fernseher unverzichtbar
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3 Kommentare zu "TV-Trends auf der IFA: Ein Kunstobjekt namens Fernseher"

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  • Nam Jun Paik hatte es schon damals gewußt: mit BrainwashTV und SchimpansenRadio hält man nicht nur Hausfrauen auf Trab

  • Ich wär' schon froh, wenn meine 37"-Glotze nicht so rumzicken würde (für mich ist ein Fernseher ein Gebrauchs- und kein Einrichtungsgegenstand). Und ich entspannt fernsehen könnte, ohne ständig auf neue Überraschungen gefasst sein (und mich dann damit auseinandersetzen zu müssen). Bereits zum 3. Mal in diesem Jahr ärger ich mich mit den ständig neuen Umstellungen unseres Kabelbetreibers (von HV fürs ganze Haus bestellt) rum. Seufz.

  • UHD Geräte sind einfach klasse. Ich selbst habe so ein Schmuckstück als Monitor (Daytrader) an meinem Laptop.

    Früher hätte ich mir wahrscheinlich noch 2-6 Extra Monitore angeschafft, doch das alles geht nun mit dem Laptop und dem 4k Monitor. 42'' Größe sind vollkommen ausreichend für den Schreibtisch. Aber bedingt durch die hohe Auflösung kann ich kleine Schrifte auf dem großen Monitor noch bestens erkennen.

    4k ist wirklich eine extreme Verbesserung gegenüber den sonst üblichen 4-6 Bildschirmen der Trader.

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