Über acht Millionen Kunden
E-Plus erreicht Meilenstein

Bereits Mitte Oktober hat Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter mit einer Kundenzahl von acht Millionen sein Jahresziel erreicht. Der Umsatz je Nutzer blieb dabei stabil. Zudem hat E-Plus seine Wachstumserwartungen nach einem unerwartet guten Geschäftsquartal angehoben. Profitabel wird das Unternehmen nach eigener Einschätzung allerdings frühestens 2006/2007.

HB DÜSSELDORF. E-Plus-Chef Uwe Bergheim sagte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Düsseldorf, "bis Ende dieses Jahres werden wir 8,2 Mill. Kunden und Ende kommenden Jahres neun Mill. Kunden haben". Ende des zweiten Quartals waren es erst 7,7 Mill. Nutzer. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren hatte das hinter T-Mobile und Vodafone D2 rangierende Mobilfunkunternehmen Marktanteile und Kunden eingebüßt. Für eine dauerhaft profitable Geschäftsbasis muss das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen eine Kundenbasis von rund elf Mill. Nutzern erreichen. Diese Marke peilt der Düsseldorfer Anbieter für die Jahre 2006/2007 an.

Wegen der zunehmenden Marktsättigung wächst die Branche in Deutschland und Westeuropa nur noch moderat, zudem setzen neue Mobilfunkkunden in der Regel weniger um als die bisherigen Nutzer. Dennoch blieb der in der Branche als wichtiger Profitabilitätsindikator geltende Umsatz pro Kunde bei E-Plus zum Vorjahr mit 25 ? stabil und verbesserte sich zum Vorquartal um einen Euro. Grund dafür seien mehr umsatzstärkere Kunden mit Laufzeitverträgen und ein höherer Marktanteil bei lukrativen Geschäftskunden. Die Bereitschaft der E-Plus-Kunden, den Anbieter zu wechseln, habe zum Vorjahr deutlich abgenommen.

Die Kosten für die Gewinnung weiterer Kunden drücken derzeit aber die Gewinnmarge. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) lag im dritten Quartal innerhalb der prognostizierten Spanne von 20 bis 25 % vom Umsatz. Für das kommende Jahr stellte E-Plus nur eine Ebitda-Marge von 22 bis 25 % in Aussicht. Andere Anbieter erreichen hingegen operative Gewinnmargen von über 40 %. Weitere Details zum Geschäftsverlauf im dritten Quartal will E-Plus erst zusammen mit seiner Muttergesellschaft KPN am 10. November bekannt geben.

Innerhalb der KPN-Gruppe stellt der auf dem größten europäischen Markt operierende Anbieter E-Plus den Wachstumsmotor dar. Die Kundenzahl der auf den drei Märkten Deutschland, Niederlande und Belgien präsenten KPN-Gruppe soll bis 2006/2007 auf 18 Mill. steigen. Derzeit zählt KPN rund 14 Mill. Nutzer.

Einer seit langem von den Finanzmärkten befürwortete Fusion von E-Plus mit O2 erteilte der für die Mobilfunkaktivitäten zuständige KPN-Manager Guy Demuynck eine Absage. "Es gibt keine Gespräche mit O2. Wir sind eine glückliche Familie mit drei Anbietern", sagte er. Der jüngst von der britischen O2-Mutter MMO2 ins Leben gerufenen Allianz mehrerer kleinerer europäischer Anbieter wie Wind (Italien) oder Amena (Spanien) will KPN derzeit nicht beitreten. "Die Bedingungen für einen Beitritt stimmen nicht", sagte Demuynck. Mit 02 und E-Plus gäbe es dann innerhalb der Allianz zwei Mobilfunkanbieter.

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