UMA-Technik vereint Handy und Festnetz
Telia Sonera startet neuartigen Mobilfunk

Der schwedisch-finnische Telekom-Konzern Telia Sonera beschreitet Neuland: Als erster Telekom-Konzern der Welt startet er nach eigenen Angaben einen kommerziellen UMA-Dienst. UMA steht für „Unlicensed Mobil Access“ und ermöglicht einem Handy-Benutzer das Telefonieren nicht nur über ein Mobilfunknetz, sondern auch über drahtlose Breitband-Netze (WLan).

HB STOCKHOLM. Unter dem Namen „Home Free“ bietet Telia Sonera den neuen Dienst seit gestern im Großraum Kopenhagen an. Ein Abonnement kostet 149 Kronen (umgerechnet 20 Euro) im Monat. Dafür kann der Kunde gratis von seinem UMA-Handy ins dänische Festnetz oder in Mobilfunknetze telefonieren. Ist das Handy nicht über WLan mit dem Internet verbunden, gelten die bisherigen Mobilfunk-Tarife.

Die neue Technik ist eine Weiterentwicklung von Voice-over-IP, also der Nutzung des Internets zum Telefonieren, und verschmilzt Mobilfunk und Festnetz. Ähnlich wie bei Software-Programmen wie Skype kann der Handy-Benutzer, wenn er sich im Empfangsgebiet eines WLan-Netzes befindet, über das Internet kostengünstig oder sogar umsonst telefonieren.

Für die großen Telekom-Konzerne ist das nicht nur ein weiterer, erstrebenswerter Technologiesprung, sondern kann auch zu einer Schreckensvision werden: Sie können durch UMA eine sichere Einnahmequelle verlieren, wenn mehr und mehr Kunden etwa zugunsten von UMA auf ihren Festnetzanschluss verzichten. Außerdem riskieren sie geringere Einnahmen aus dem Mobilfunkgeschäft, da Gespräche vom Handy aus über ein WLan-Netz deutlich billiger als die herkömmlichen Mobilfunktarife sind.

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