UMTS-Handys gefragt
Vodafone will das Festnetz ablösen

Deutschlands zweitgrößter Mobilfunkanbieter hat im vergangenen Jahr die Zahl seiner Kunden bereits weiter gesteigert. Nun verschärft Vodafone D2 den Angriff aufs Festnetz mit neuen Tarifen und Pauschalpreisen nochmals.

HB DÜSSELDORF. Wie der Marktführer T-Mobile bietet die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkriesen vom 6. Februar an aus dem so genannten Zuhause-Bereich Festnetzgespräche für vier Cent je Minute zu einem Aufpreis von monatlich fünf Euro an. "Die Festnetzsubstitution ist ein großer Markt, das wird explodieren", sagte Geschäftsführer Friedrich Joussen am Dienstag in Düsseldorf.

Bereits 250 000 Kunden hätten sich für die Alternative zum Festnetz entschieden. Im Herbst vergangenen Jahres war Vodafone mit diesem Produkt an den Markt gegangen. T-Mobile hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, in dieses Geschäftssegment einzusteigen. Damit steht die Telekom-Tochter auch in Konkurrenz zu ihrer Schwesterfirma T-Com. Der Münchener Mobilfunkbetreiber O2 ist seit mehreren Jahren mit besonderen Festnetztarifen auf dem Markt, liegt bei den Preisen inzwischen aber deutlich über Vodafone und T-Mobile.

UMTS-Geschäft kommt in Schwung

Nach weiteren Angabe von Joussen war 2005 ein erfolgreiches Jahr für Vodafone D2. Getragen von einem glänzenden Weihnachtsgeschäft steigerte das Unternehmen seine Kundenzahl in den vergangenen drei Monaten um rund 900 000 auf 29,2 Millionen. Insgesamt kamen unter dem Strich 2,2 Mill. mehr Kunden 2005 zu Vodafone D2. Weltweit verzeichnete die Vodafone-Gruppe einen Kundenzuwachs von 7,1 Mill. auf 179 Millionen.

Mehr als 85 Prozent des Neukundengeschäfts in Deutschland entfiel im vergangenen Quartal auf vorausbezahlte Karten (prepaid). Auch das UMTS-Geschäft kommt bei Vodafone allmählich in Schwung. So sei die Zahl der UMTS-Kunden bis zum Jahresende auf 1,5 Mill. Kunden gestiegen. Weltweit waren es acht Millionen. Zu Umsätzen und Erträgen machte das Unternehmen keine näheren Angaben.

Rund 70 Prozent aller Neukunden würden sich inzwischen für ein UMTS-Handy entscheiden. Joussen zeigte sich dabei überzeugt, dass für Vertragskunden in Kürze GSM-Geräte kein Thema mehr sein würden. Bis zur Computermesse Cebit sollen nach seinen Worten rund zehn neue UMTS- Handys auf den Markt kommen und alle Hauptproduktlinien auf den neuen Standard umgestellt sein.

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