Universaltelefon
Telekom bringt erstes Festnetz-Handy

Die Deutsche Telekom startet ab der kommenden Woche die Vermarktung eines Universaltelefons, das Handy und Festnetztelefon in einem ist. Das Gerät funktioniert unterwegs wie ein gewöhnliches Handy, zuhause oder in der Nähe spezieller Einwahlpunkte leitet es Gespräche automatisch ins traditionelle Festnetz oder in das Internet weiter.

lou / tnt DARMSTADT. "T-One", so der Name des neuen Konvergenzprodukts der Telekom, "ist das erste gemeinsame Produkt von T-Com und T-Online nach der Verschmelzung", sagt Burkhard Graßmann, Marketingvorstand der Festnetzsparte T-Com. Die Verschmelzung von T-Com mit der Internet-Tochter T-Online war monatelang durch Aktionärsklagen blockiert und erst im Juni von einem Gericht genehmigt worden.

Mit Kombitelefonen wie dem T-One versuchen die Festnetzanbieter, den Angriff der Mobilfunker zu kontern. Die nämlich wollen den Festnetzbetreibern die Kunden abluchsen, in dem sie besonders günstige Minutentarife für Gespräche von zuhause aus bieten. Damit wollen sie die Kunden überreden, ganz auf den Festnetzanschluss zu verzichten und nur noch das Mobiltelefon zu benutzen.

Das T-One benutzt dagegen zuhause den Analog- oder ISDN-Anschluss. Verlässt man das Haus, wählt sich das Gerät automatisch in ein verfügbares Mobilfunknetz ein. Kunden, die einen DSL-Anschluss besitzen, können mit dem T-One zuhause über das Internet telefonieren.

Auch unterwegs kann das neue Festnetz-Handy 7500 so genannte Hotspots von T-Com und T-Mobile für das kostengünstige Telefonieren per Internettechnologie nutzen. Solche Hotspots finden sich an Bahnhöfen , Flughäfen, Hotels und Autobahnraststätten. Die Preise für Gespräche mit T-One orientieren sich an den heute gängigen Tarifen für Festnetz, Mobilfunk und Internet der Deutschen Telekom.

Das neue Gerät funktioniert aber auch mit Mobilfunkkarten der Telekom-Konkurrenten Vodafone, O2 und E-Plus. T-One-Kunden können sich entweder über ihre Festnetz- oder ihre Mobilfunknummer auf T-One anrufen lassen. Erhalten sie unterwegs einen Anruf auf ihrer Festnetz-Nummer, müssen sie 12,9 Cent pro Minute zahlen, weil T-One das eingehende Gespräch ins Mobilfunknetz weiterleitet.

Rund 500  000 T-One-Kunden will T-Com-Chef Walter Raizner bis Ende des nächsten Jahres gewinnen. Entwickelt wurde das erste Gerät von T-Com selbst, gefertigt wird es bei Foxcon in China. Im Laufe des Jahres sollen weitere, stärker multimediafähige Modelle von den etablierten Handyherstellern kommen.

Auch der Festnetzanbieter Arcor, der größte Wettbewerber der Telekom, plant ein ähnliches Produkt. Der Rivale will seine Version mit dem Namen "Dual Mode" im Oktober an den Markt bringen.

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