Unterhaltungselektronik
Apple bringt den iPod ins Netz

Der Computer- und Unterhaltungselektronikkonzern Apple hat seine Musikplayer-Linie iPod vor dem Weihnachtsgeschäft runderneuert und ein neues Spitzenmodell entwickelt. Der neue Primus aus Cupertino kann sich ins Internet einklinken. Die Anleger sind jedoch schwer enttäuscht - wohl auch, weil die Apple-Marge von einer Preissenkung geschmälert wird.

dih/HB SAN FRANCISCO. Das „iPod touch“ genannte Modell, das Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch vorstellte, wird wie das Apple-Handy iPhone über einen berührungsempfindlichen Bildschirm bedient und ist mit einer W-Lan Sende- und Empfangseinheit für den drahtlosen Internetzugang ausgestattet. In den USA soll die Variante mit acht Gigabyte Speicher 299 Dollar und die mit 16 Gigabyte 399 Dollar kosten.

Jobs sagte, der „iPod touch“ habe wie das iPhone einen Webbrowser und könne Videos aus der Internet-Videoplattform YouTube von Google abspielen. Damit sich „iPod touch“-Besitzer auch unterwegs Musik ziehen können, stattet Apple das Gerät mit einer mobilen Version seiner Musikladen-Software iTunes Music Store aus.

Außerdem stellte Apple neue Versionen der bisher schon erhältlichen iPod-Modelle vor. Das bisherige Flaggschiff der Serie heißt ab sofort iPod Classic und ist mit bis zu 160 Gigabyte Speicherplatz erhältlich. Die neue Version des iPod Nano ermöglicht das Abspielen von Videos, was bisher den großen Geräten vorbehalten war. Am Einsteiger-Gerät iPod Shuffle ändern sich nur die Farben, in denen es erhältlich ist.

Zuvor hatte Jobs angekündigt, dass Apple in den Markt mit Klingeltönen einsteigt. Über eine neue Version der Musiksoftware iTunes können sich Nutzer aus dem Fundus von 500 000 Songs aus dem Apple-Onlineladen individuelle Klingeltöne erstellen. Neben den 99 Cent für den eigentlichen Song verlangt Apple dann weitere 99 Cent für die Nutzung als Klingelton. Damit liegt Apple preislich in etwa auf dem Niveau seiner Wettbewerber.

Nach Einschätzung von Experten lässt Apple mit der Produktoffensive seinem bisherigen Haupt-Wettbewerber Microsoft nur wenig Spielraum im Markt der mobilen Musikplayer. Microsoft hatte kurz vor der Apple-Veranstaltung den Preis für seinen Player „Zune“, der ebenfalls mit W-Lan ausgestattet ist, um 50 Dollar auf 199 Dollar gesenkt.

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