Varianten mit UMTS und HSDPA in Vorbereitung
Neuer Blackberry mit GPS-Navigation

Mit dem Blackberry Curve 8310 bringt der Push-E-Mail-Pionier RIM jetzt nach dem 8800 das zweite Gerät mit eingebauter GPS-Navigation auf den Markt.

MÜNCHEN. Das Multimedia-Smartphone wird ab zweiter Augustwoche zunächst exklusiv von Vodafone vertrieben werden. Andere Mobilfunkbetreiber werden relativ bald folgen, hieß es bei der Vorstellung des Geräts in München. Die Exklusivvereinbarung mit Vodafone endet Ende Oktober.

Äußerlich ist das Gerät mit dem ersten „Curve“ identisch, auch Tastatur und Kamera blieben unverändert. Bei der Technik hat sich bei dem Quadband-GSM Telefon außer dem neuen GPS-Empfänger ebenfalls nichts getan. Drahtloses Internet per Wlan fehlt weiterhin, eine schnelle Variante mit UMTS beziehungsweise HSDPA ist aber schon in Vorbereitung, so Jim Balsillie Mitgründer und Co-CEO vom kanadischen Blackberry-Produzent RIM auf Anfrage. Das Curve beschränkt sich weiterhin auf Edge als Datenübertragungsstandard. Beim Start des iPhones von Apple Ende Juni war der relativ langsame Internetzugriff per Edge einer der größten Kritikpunkte, das Apple-Phone hat auch keinen GPS-Empfänger. In den USA hat RIM vor wenigen Wochen mit dem 8820 ein Wlan-fähiges Telefon vorgestellt.

Die Software Vodafone Navigator ist jetzt vorinstalliert und kann die erste Woche kostenlos genutzt werden. Danach kostet die Navigationsfunktion für Deutschland, Österreich, Schweiz fünf Euro monatlich - zuzüglich Datentransfer. Als Faustregel muss pro Kilometer Fahrstrecke mit rund einem Kilobyte Datenverbrauch gerechnet werden, so ein Vodafone-Sprecher auf Anfrage. Das sollte beim Abschluss eines entsprechenden Datentarifs mit berücksichtigt werden. Der typische Vodafone-Navigationskunde verbrauche im Schnitt rund 2 Megabyte Daten pro Monat, hätten bisherige Auswertungen ergeben.

Neu ist das Navigieren direkt aus dem Blackberry-Adressbuch, nach Aufruf einer Adresse kann sie sofort zur Navigation benutzt werden. Integriert ist jetzt auch eine Standortbestimmung per Google Maps, wie sie auch das iPhone bietet. Die ermittelte Position kann ebenfalls direkt als Ausgangsort für eine Navigation verwendet werden. Optimiert wurde zur bisherigen Vodafone-Navigationslösung der Fußgängermodus, der direkt aus dem Hauptmenü aufrufbar ist.

Je nach Vertragsgestaltung wird das Curve 8310 ab rund 100 Euro zu haben sein. Bei den ersten 5000 vermarkteten Geräten sind laut Vodafone 100 aktuelle Top-Songs und 20 Top-Videos in MP3-Qualität (alles aus dem Katalog von Universal Music) auf einer 1 GB microSD-Speicherkarte vorinstalliert.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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