Viren-Gefahr
Android wird zum Windows der Smartphone-Welt

Seine Popularität könnte Android zum Verhängnis werden. Die weite Verbreitung und die offene Struktur des Google-Betriebssystems locken immer mehr Virenschreiber auf die Smartphones.
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FrankfurtSeit einiger Zeit schon wagt sich kaum ein PC-Nutzer noch ohne den Schutz eines Anti-Viren-Programms ins Internet. Fast jeder hat sich dort bereits Viren, Trojanern oder sonstige Schadprogramme eingefangen. Zunehmend sieht es danach aus, als würden Schutzprogramme auch für Nutzer mobiler Geräte zur Pflichtausstattung. Zumindest, wenn das Smartphone oder Tablet mit dem Google-Betriebssystem Android läuft. Dank seiner wachsenden Beliebtheit ist Android auf dem besten Weg, das Windows der Smartphones zu werden.

Computernutzer mit Macs oder Linux-Systemen mussten sich lange Zeit keine Sorgen um Viren machen. Für Kriminelle lohnte sich der Aufwand nicht, Schadprogramme für diese Systeme zu schreiben, wenn sowieso auf den allermeisten privaten Rechnern das Microsoft-Betriebssystem arbeitet. Analog dazu lohnt es sich für sie auch nicht, Malware für die wenigen Palm-Smartphones zu schreiben, wenn die Zahl der potenziellen Opfer mit Android-Telefonen um ein Vielfaches höher ist.

Den Marktanalysten von Comscore zufolge liefen im Dezember 2011 über ein Drittel aller Smartphones in den fünf größten EU-Staaten mit Android (Deutschland: 33,6 Prozent), in den USA 47 Prozent und in Japan sogar über 60 Prozent. Im Vergleich dazu kamen in den fünf EU-Staaten Geräte mit den Betriebssystemen von Palm auf 0,2 Prozent Marktanteil.

Doch nicht nur seiner Verbreitung wegen ist Android für Kriminelle ein interessantes Angriffsziel. Wie der Experte des Sicherheitssoftwareherstellers G Data, Eddy Willems, feststellte, können sie "mit relativ geringem Aufwand Smartphones und Tablets angreifen, um die persönlichen Daten ahnungsloser Nutzer zu stehlen oder Geldbeträge zu ergaunern".

Die Zahl der Schadprogramme auf den verschiedenen Marktplätzen für Android-Apps ist in den vergangenen Jahren auch rasant gestiegen. Im August 2010 meldete das auf Computersicherheit spezialisierte Unternehmen Kaspersky den Fund eines ersten Schadprogramms für Android. Im dritten Quartal 2011 machten sie bereits 40 Prozent der in diesem Jahr von Kaspersky entdeckten Malware für Mobilgeräte aus. Im November zählte das Unternehmen über 1.000 mit Malware versehene Android-Apps. Inzwischen sind es fast 2.000.

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  • "Wie aber Windows für PCs ist es zum Lieblingsziel von Kriminellen geworden. Ebenso wie am heimischen Rechner werden Anti-Viren-Programme wohl zukünftig auch auf Smartphones zu einer Selbstverständlichkeit"

    "Firmen wie G Data oder Kaspersky haben schon längst die passende Schutzsoftware für die Android-Telefone im Programm"

    Ein Schelm, der böses dabei denkt...

  • Prinzipiell richtig. Das Problem dabei ist jedoch das die Mehrheit der Nutzer entweder keine Ahnung haben und es nicht Verstehen oder schlichtweg damit Überfordert sind. Bis dass das Beispiel mit dem Autoschlüssel funktioniert wird es noch Jahre dauern; oder es gibt eine Instanz dazwischen, welche versucht das schlimmste zu verhindern.

  • Zum Thema "Böse Taschenlampen App" muss man allerdings sagen, dass die Gefahr, wie immer vor dem Handy sitzt: Die Anwendung muss entsprechende Rechte erst bekommen und darauf wird man beim Installieren hingewiesen. Wenn der Nutzer nun nicht skeptisch wird, wenn eine Taschenlampenapp auf Telefonbücher und Bezahldienste zugreifen will, dann ist er leider selber schuld. Ich lasse auch nicht mein Auto offen stehen und wundere mich dann!

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