Vodafone gewinnt überraschend viele Neukunden
UMTS-Start bei Vodafone bleibt unklar

Bei Vodafone D2 wird ein breiter kommerzieller UMTS-Start für Konsumenten in diesem Jahr immer unwahrscheinlicher. "Wir wollen alles vermeiden, was zu Enttäuschungen bei den Kunden führt", sagte der Mobilfunkchef Jürgen von Kuczkowski am Montag in Düsseldorf.

dpa DÜSSELDORF. Gleichwohl werde das Unternehmen die Auflagen voll erfüllen und bis zum Jahresende mindestens 25 Prozent UMTS-Netzabdeckung erreichen. Einen möglichen Starttermin wollte Kuczkowski nicht nennen.

In den vergangenen Jahren hatten die Anbieter ihre ursprünglichen UMTS-Pläne mehrfach revidiert. Einige Betreiber wollten bereits im Herbst vergangenen Jahres starten. Inzwischen will sich keiner der vier verbliebenen Mobilfunkunternehmen (T-Mobile, Vodafone D2, E Plus, - O2) auf einen Zeitpunkt festlegen. "Wir starten, wenn wir ein hochwertiges Produkt haben", sagte Kuczkowski.

Als wesentlicher Engpass gilt vor allem die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von UMTS-Handys. "Mit fehlender Endgeräte-Auswahl und mit Kinderkranheiten zu starten, halten wir für fatal", betonte Kuczkowski. Auch ein Zeitpunkt für einen Test mit einem ausgewählten Kundenkreis (friendly user) liege noch nicht fest.

Exportschlager Kamerahandys

Bei Vodafone befindet sich der Multimedia-Dienst Live! indes weiter auf dem Vormarsch. Bei der Vorlage der Quartalszahlen in London bezeichnete Konzernchef Chris Gent die Zuwächse als einen besonderen Erfolg. Bis zum Ende des 1. Quartals 2003/04 (31. März) kletterte die Nutzerzahl auf 1,75 Millionen, davon kommen 580 000 allein aus Deutschland.

Durch Preissenkungen bei Kamerahandys und die beginnende Urlaubszeit sei das Produkt, mit dem Vodafone auch in das UMTS- Zeitalter gehen will, in Deutschland in den vergangenen Wochen zu einem Kassenschlager geworden. Im Juli seien die aktuellen Zahlen auf 700 000 empor geschnellt. Ende 2003 soll die Millionengrenze deutlich überschritten werden. Im kommenden Weihnachtsgeschäft werde jedes zweite Mobilfunkgerät ein Kamerahandy sein, prophezeite Kuczkowski.

Auch bei den Kunden legte Vodafone D2 im ersten Quartal zu: Das Unternehmen verzeichnete bei sinkenden Kündigungsraten ein Plus von 320 000 auf 23,3 Millionen. Marktführer bleibt allerdings weiterhin die Telekom-Tochter T-Mobile. Weltweit telefonierten am Ende des 1. Quartals rund 123 Millionen Menschen über das Vodafone-Netz. Das waren 2,5 Millionen mehr als im Vorquartal.

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