Vodafone prüft Einstieg bei Musicstation
Mobile Musik vereint Apple-Gegner

Der bevorstehende Start des Musikhandys iPhone von Apple hat die Musik- und Handy-Industrie mächtig aufgewirbelt. Was bisher unmöglich erschien, ist Realität geworden. Musikkonzerne, Mobiltelefon-Hersteller und Mobilfunk-Provider haben sich zusammengerauft und gemeinsam eine Download-Plattform namens "Musicstation" gestartet.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Seit Donnerstag, und damit wenige Tage vor dem US-Start des iPhones, können sich die Besitzer von Handys der Generationen "2,5G" und "3G" (Edge, UMTS) in ersten europäischen Ländern Lieder ohne PC direkt auf ihr Handy laden.

Die Liste der "Poolpartner" reicht von Nokia, Sony Ericsson, Motorola und Samsung über Universal Group, Sony BMG, EMI Group und Warner International. Dazu gesellen sich 30 Mobilfunk-Unternehmen, darunter T-Mobile in Deutschland. Auch Weltmarktführer Vodafone ist nach Handelsblatt-Informationen interessiert: "Wir schauen uns das genau an", sagte eine Sprecherin von Vodafone-Deutschland. Man sei bereits "mit Omnifone in Gesprächen". Wie es mit dem eigenen Musikservice weiter gehen werde, sei offen, "es gebe verschiedene Optionen". Neben "Vodafone live" gibt es hier noch Mobil-Musikshops wie "T-mobile t-zones" oder "O2 Active".

Die Plattform der noch jungen Firma Omnifone aus London könnte die kritische Masse erreichen, um auch Apple Paroli bieten zu können, meinen Analysten. Omnifone-Chef Rob Lewis hatte im März angekündigt, den Dienst "unbedingt vor der Markteinführung des iPhones" zu starten. Nach seinen Angaben kann Musicstation in Westeuropa mit fast 80 Prozent der existierenden Mobiltelefone genutzt werden. Apple-Chef Steve Jobs rechnet für das iPhone bis 2008 mit dem Verkauf von etwa zehn Millionen Geräten, was einem weltweiten Marktanteil von etwa einem Prozent entspricht.

Außerdem ist das iPhone überhaupt noch gar nicht in der Lage, Musik online zu empfangen. iPhone-Käufer müssen weiter den Umweg über einen Mac oder PC gehen, um Musik zu laden. Die fehlende 3G-Funktionalität - das iPhone beherrscht nur das mäßig schnelle "Edge" - beeinträchtigt bereits die Vermarktung außerhalb der im Mobilfunk eher rückständigen USA. "Ich bin schon an Apple interessiert", sagte etwa Masao Nakamura, CEO des größten japanischen Mobilfunkers DoCoMo (54,4 Prozent Marktanteil), in Tokio gegenüber der Agentur Bloomberg. Aber letztlich hänge das davon ab, ob Apple es schaffen werde, das iPhone in Japan für 3G auszustatten.

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