„Vodafone Zuhause“ fehlt schneller Internetzugang
Vodafones Einzeller

Es ist immer das Gleiche. Die Sonne lacht, und trotzdem sitze ich griesgrämig drinnen, weil das alte "Schnurlose" nach ein paar Metern im Garten die Verbindung verliert und ich einen wichtigen Anruf nicht verpassen darf. Wer kennt das nicht.

HB DÜSSELDORF. Mit "Vodafone Zuhause" will der rote Mobilfunker hier abhelfen. Ab 20 Euro im Monat (mit 1000 Freiminuten ins deutsche Festnetz) sind wir damit in der Umgebung unseres Wohnorts per Mobiltelefon, aber unter Festnetznummer erreichbar.

Das funktionierte im Praxistest teilweise über einen Kilometer im Umkreis. Unterschied zur "Homezone" von O2 Genion: Bei Vodafone gibt es keine automatische Überleitung des Gesprächs ins Mobilnetz, wenn man die "Homezone" verlässt. Das muss aber kein Nachteil sein.

Das Prinzip ist einfach: Die "Zuhause"-Sim-Karte ist so programmiert, dass sie nur in einer bestimmten Funkzelle aktiv ist. Verlassen wir sie, ist die Verbindung weg. Vorteil: Unbeabsichtigte Telefonate im teureren Mobiltarif fallen aus. Nachteil: Wir brauchen weiter zwei Telefone - eines für die Zuhause-Karte, eines für den Mobilfunk.

Das Vodafone-Zuhause-Paket besteht aus der Sim-Karte und - auf Wunsch - einem Motorola C 115 mit Tischladestation.

Das C 115 mit spartanischer Ausstattung und einfarbigem Schirm wirkt heute eher wie eine freundliche Leihgabe des Museums für prähistorische Telekommunikation. Doch für den gedachten Zweck als Billigtelefon rund ums Haus hat es alles, was es braucht, und dazu eine lange Akkulaufzeit. Es ist leicht und macht einen alltagstauglich robusten Eindruck.

Die Tastatur aber ist etwas fummelig für den stationären Einsatz, und die quäkenden Klingeltöne lösen bei Kindern oder Jugendlichen Heiterkeitsanfälle aus. Aber mal ehrlich: Stört uns ältere, gereifte Generation das denn wirklich?

Manko: Obwohl eine Ortsnetznummer zugeteilt ist, erscheint auf dem Schirm des Angerufenen immer die Vodafone-intern vergebene Mobilnummer mit "0152xxx". Wer das nicht weiß, fürchtet weiterhin, eine teure Mobilnummer zurückrufen zu müssen, obwohl er tatsächlich den günstigen Festnetztarif bezahlt. Da kann es schnell einsam im "Vodafone Zuhause" werden.

Das domestizierte Handy als Alternative zum Telekom-Anschluss, wie es bei der Vorstellung auf der Cebit vollmundig propagiert wurde, ist mit dem Vodafone-Paket aber noch nicht in Sicht. Vor allem, weil kein Datentransfer per UMTS oder GPRS möglich ist. Wer also Internet mit DSL-Speed will, kommt um die Telekom-Dose weiter nicht herum.

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