Wachstum in Industrieländern begrenzt
Nokia erwartet Boom in Schwellenländern

Bis zum Jahr 2015 wird sich die Zahl der Handy-Nutzer verdreifachen. Nach Einschätzung des Handy-Herstellers Nokia werde dann die Hälfte der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon benutzen.

HB CANNES. Nokia-Chef Jorma Ollila sagte am Mittwoch auf einer Branchenmesse in Cannes: „Mobilfunk hat das Potenzial, rund die Hälfte der Weltbevölkerung im Jahr 2015 mit einem Kommunikationszugang zu versorgen. Dies wären rund vier Milliarden Menschen.“ Für das Jahr 2008 rechnet er mit zwei Milliarden Handy-Nutzern. Derzeit wird geschätzt, dass rund 1,3 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon benutzen.

Als Hauptwachstumsmärkte für Mobiltelefonie sieht der Nokia-Chef die bevölkerungsreichen Schwellenländer China, Indien, Indonesien, Brasilien und Russland an. Allein in China und Indien leben derzeit mehr als 2,2 Milliarden Menschen. China hatte vor zwei Jahren die USA als größten Mobilfunkmarkt der Welt abgelöst. Ende 2003 nutzten 263 Millionen Chinesen Mobiltelefone.

In den Industriestaaten wird dagegen nur noch mit einem begrenzten Wachstum gerechnet, da hier Handys bereits weit verbreitet sind. Ende 2003 nutzten beispielsweise in Deutschland bereits 64,8 Millionen Menschen oder 78 Prozent der Bevölkerung ein Handy.

Nokia ist bei einem Marktanteil von 38 Prozent mit weitem Abstand vor den Konkurrenten Motorola und Samsung der weltgrößte Handy-Hersteller.

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