Wayfinder 6
Manhattan Transfer

Eigentlich ist das New Yorker U-Bahn-System ja einfach zu verstehen. Aber nur eigentlich. Da kommt die neue Version der Mobil-Navigationssoftware Wayfinder genau richtig.

Jeder, der mal unter lauter ratlosen Touristen in Chambers oder Canal Street versucht hat, den richtigen Anschlusszug zu finden, oder - das ist die Herausforderung schlechthin - sogar noch von der U-Bahn in einen Bus umsteigen wollte, weiß, dass das New Yorker U-Bahn-System nicht leicht zu verstehen ist.

Da kommt die neue Version der Mobil-Navigationssoftware Wayfinder genau richtig. Sie verspricht nicht nur die GPS-Navigation von A nach B im Auto oder zu Fuß, sondern auch die richtigen U-Bahn, Straßenbahn- oder Busverbindungen zu finden. Und das haben wir uns nun in New York angeschaut.

Im Test war die Version Wayfinder 6 für das Symbian-Betriebssystem S60 in der Version 3.x im Nokia N91 für 149 Euro. Dafür gibt es Software und Kartenmaterial für entweder Europa oder die USA.

Wayfinder ist eine Offboard-Navigation. Für jede Berechnung wird eine Verbindung zu einem Heimatserver hergestellt und werden Daten für Routen und (oder) Karten geladen. Der Download der Software (ca. 1,7 Megabyte) kann über das Mobilfunknetz oder Internet erfolgen. Im Testfall - mit deutschem Mobilfunkvertrag und hohen Roaminggebühren in Amerika - muss aber ganz dringend von der ersten Option abgeraten werden.

Also Download per Laptop im Internetcafe von der Webseite und Installation per Nokia-PC-Suite auf der Festplatte des Multimedia-Telefoncomputers N91. Dies gelingt dann auch im zweiten Versuch. Danach kann man sich zwar einwählen, muss sich aber zunächst registrieren. Erst dann landet man auf einer übersichtlichen Startseite, verzweigt nach "Dienste" und "Öffentliche Verkehrsmittel".

Für die Suche der U-Bahn-Verbindung müssen Land, Stadt, Anfangs- und Endhaltestelle sowie die gewünschte Abfahrtszeit eingegeben werden. Das System akzeptiert aber nur genaue Eingaben der Stationsnamen. Im Falle New York steht ein Verzeichnis mit 941 Haltestellen als Hilfe zur Verfügung. Das muss man - immer noch im Netz - durchblättern. Ist die Haltestelle gefunden, kann sie nicht per Mausklick eingefügt werden. Jetzt ist merken, zurück gehen zum Formular, und dann per Hand neu eintippen angesagt. Lästig.

Die Berechnung und die Ausgabe der Verbindungen selbst erfolgt schnell und übersichtlich. Leicht verständliche Symbole erklären, welche Züge, welche Umsteigestationen zum Ziel führen. Auch die Fahrzeit inklusive Wartezeiten wird angegeben.

Fazit: Der Wayfinder ist eine gute Erweiterung der Navigationsfunktion, mit hohem Nutzwert. Aber nur, wenn ein Telefonvertrag mit monatlicher Datenflatrate zur Verfügung steht. Durch die Nutzung der Mobilfunkverbindung wird der Service gerade im Ausland zum schwer kalkulierbaren finanziellen Risiko.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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