Webschau
Das Netz ist heiß auf das iPhone

Alle Augen richten sich auf das iPhone. Das neue Multifunktions-Telefon wird nun in Deutschland offiziell von T-Mobile verkauft – und inoffiziell im Internet. Auf den einschlägigen Online-Einkaufsportalen gibt es iPhones ohne lästige Knebelkonditionen. Doch die Käufer drohen veräppelt zu werden.

DÜSSELDORF. Das Netz ist heiß auf das iPhone. Um Mitternacht startete der Verkauf des Kulthandys in Deutschland. In einer Telekom-Filiale in Köln haben die ersten Deutschen offiziell ein iPhone gekauft (» Video vom Verkaufsstart). Knapp 400 Euro müssen die Käufer hierzulande dafür auf den Tisch legen. Selbst in Kleinstädten wie Butzbach wird das zum » berichtenswerten Ereignis, die schnellen Käufer » berichten gleich in Blogs von ihren Erfahrungen.

Wie so oft bei relativ günstigen Mobiltelefon-Angeboten binden sich die iPhone-Fans mit dem Kauf jedoch an den Telefonanbieter. In Deutschland bietet T-Mobile das Gerät exklusiv an. Zwei Jahre lang müssen die Käufer über die Telekom-Tochter und einen speziellen Tarif telefonieren, mit Sim-Karten anderer Anbieter funktioniert das Telefon nicht. Mancher iPhone-Käufer sieht sich angesichts solcher Bedingungen gar zu Rechtfertigungen gezwungen, wie etwa » Johnny Haeusler im Blog „Spreeblick". Andere findige Surfer suchen im Internet nach Möglichkeiten, die Einschränkungen zu umgehen.

Bereits seit mehreren Wochen kursieren in Foren und Blogs Anleitungen, um den SIM-Lock des iPhones zu knacken. Bei Aktualisierungen der Betriebssoftware oder Garantiefällen könnte das den Nutzern aber zum Verhängnis werden. Abgesehen von rechtlichen Problemen warnte Apple die iPhone-Nutzer, dass derart manipulierte Geräte durch das Aufspielen von Softwareaktualisierungen funktionsuntüchtig würden.

Von Apples Warnungen lassen sich zahlreiche iPhone-Fans nicht abhalten. Im Internet floriert der Verkauf schon lange: iPhones ohne Sim-Lock und Vertrag sind hier der Renner. Für durchschnittlich etwa 700 Euro gehen die frei verwendbaren iPhones etwa bei Ebay über die Theke. Wieder andere Ebay-Inserenten bieten Unterstützung an, wenn das Freischalten nicht funktioniert hat. So bietet ein Ebay-Nutzer namens „iphonescout" für 45 Euro das Freischalten des iPhones an, auch wenn bisherige Versuche misslungen seien. Experten warnen jedoch vor derartigen Internet-Angeboten: Das Risiko an Betrüger zu geraten, sei hoch.

Ganz legal wird das von Knebelkonditionen befreite iPhone bald in Frankreich verkauft. Ende November startet der Verkauf dort. Aufgrund besonderer rechtlicher Vorschriften ist der französische Vertriebspartner von Apple, das Mobilfunk-Unternehmen Orange, zu mehr Kundenfreundlichkeit verpflichtet. Das iPhone wird in Frankreich nicht nur im Paket, sondern auch ohne Sim-Lock und Vertrag angeboten. Das französische iPhone könnte daher ein europaweiter Verkaufsschlager werden, auch wenn der Preis deutlich über den Knebel-iPhones liegen dürfte. Bis zu 1 000 Euro müssen die Käufer laut französischen Zeitungen für das nicht-subventionierte „iPhone libre" zahlen. Am 12. November will Orange die genaue Preisstruktur vorstellen.

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