Wenig Wellen - Anbieter unter Druck
Newcomer drängen ins UMTS-Geschäft

Die neue Mobilfunktechnik UMTS hatte es bislang in Deutschland wirklich nicht leicht. Dennoch wollen im Geschäft mit der dritten Mobilfunk-Generation noch Neueinsteiger mitmischen. Die zur Verfügung stehenden Frequenzbereiche sind parallel jedoch begrenzt. Beides zusammen könnte die vier bestehenden Anbieter vor Probleme stellen.

HB BONN. Zusätzliche Konkurrenz dürfte einen Preisrutsch nach sich ziehen in einem Bereich, in den die Anbieter Milliarden investiert haben. Und da die großen Mobilfunker in den nächsten Jahren Zusatzkapazität brauchen, stehen sie vor einer Schwierigkeit: Die freien Frequenzen sind nicht für sie allein und auch nicht nur für UMTS reserviert. Bei allem hat auch der Regulierer entscheidend mitzusprechen - es gibt einiges an Konfliktstoff für T-Mobile und Co.

Fünf Jahre nach der spektakulären Auktion, bei der für knapp 50 Mrd. Euro sechs Lizenzen vergeben worden waren, wollen jetzt zwei Nachzügler auf den sich langsam entwickelnden deutschen UMTS-Markt: Der Call-by-Call-Anbieter 01051 und der Finanzinvestor Inquam, der hinter Mobilfunkanbietern in Rumänien und Portugal steht, haben Interesse an dem Spektrum bekundet, das Mobilcom samt Konzession zurückgegeben hat. Der Mobilfunker hatte sich mit dem UMTS-Aufbau ebenso übernommen wie der Seiteneinsteiger Quam, um dessen Lizenz noch ein Rechtsstreit läuft.

Die verbliebenen Anbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sollten aus Analystensicht die Aussicht ernst nehmen, dass es möglicherweise nicht bei ihrem UMTS-Viererclub bleiben wird. Die große Frage ist, was die freien Frequenzen kosten werden. Dieser Punkt ist nach Auskunft der Bundesnetzagentur noch völlig offen. Sollten am Ende tatsächlich Newcomer mit UMTS an den Start gehen, dürfte das nach Ansicht von Marcus Sander zu einer Abwärtsbewegung bei den Tarifen führen: "Das wäre für den Gesamtmarkt ein Problem", meint der Analyst vom Bankhaus Sal. Oppenheim.

Anspruch auf das alte Mobilcom - und Quam-Spektrum erheben neben den Aspiranten auch die bestehenden Anbieter selbst. Außerdem fordern sie zusätzliche Frequenzen, die ab 2008 im so genannten Erweiterungsband zur Verfügung stehen werden. "Vodafone hat erheblichen zusätzlichen Frequenzbedarf in verschiedenen zeitlichen Stufen", berichtete etwa Bernd Pill, der Regulierungsleiter des Unternehmens, jetzt bei einer Anhörung der Bundesnetzagentur in Bonn. Diese müsse zudem darüber nachdenken, den Handel mit Kapazitäten zuzulassen.

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