WeTab im Test
Die Tablet-Veräppelung

Updates ohne Ende: Der Start des WeTab verlief holperig. Seit dem Verkaufsstart wurde das System dreimal nachgebessert, weitere Aktualisierungen sollen folgen. Das WeTab funktioniert zwar, entscheidende Funktionen fehlen aber oder sind unvollständig. Der einstige iPad-Killer ist eine Baustelle.
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BERLIN. Work in Progress: In der ersten Woche seit dem Verkaufsstart haben die WeTab-Entwickler bereits drei Updates nachgereicht, die wichtige Fehler beheben und fehlende Funktionen nachgeliefert haben. Den Entwicklern sind diese Unzulänglichkeiten durchaus bewusst. Noch mehr Updates sollen WeTabOS nach und nach zu einem runden System machen. Ab heute ist das WeTab in den Läden ohne Vorbestellung erhältlich. Das kleinere mit einem 16-GByte-SSD-Speicher kostet 499 Euro und das größere mit 32-GByte-SSD-Speicher, UMTS und GPS-Modul kostet 569 Euro.

Unverständlich ist allerdings, dass das Gerät ohne die sogar auf der beiliegenden Installations- und Benutzeranleitung beworbene Multitouch-Funktion ausgeliefert wurde. Sie wurde erst am 1. Oktober 2010 per Update nachgereicht. Von einem Multitouch-Gerät kann auch nach der Aktualisierung keine Rede sein: Zwar führt das Spreizen und Zusammenziehen zweier Finger im Browser zum Vergrößern und Verkleinern einer Webseite, aber das weder stufenlos noch konsistent. Mal führte das Spreizen der Finger zu einer Verkleinerung des Bildausschnitts, mal vergrößerte sich der Inhalt. Das Zusammenziehen der Finger hatte den gleichen Effekt.

Halbfertiges Multitouch

Das WeTab ist das erste Meego-basierte Tablet, das Multitouch bieten soll. Dabei wurde das Betriebssystem aber nicht um ein allgemeines Multitouch-Framework erweitert, sondern einzelne Applikationen wurden mit Multitouch-Unterstützung versehen. Mindestens für den Bildbetrachter und später auch in der Anwendung für das Kartenwerk von Bing wollen die Entwickler diese Funktion nachreichen. In der jetzigen Form ist Multitouch jedoch überflüssig.

Die Benutzeroberfläche des WeTab macht einen durchdachten Eindruck. Die Icons für Anwendungen sind groß und verteilen sich übersichtlich auf der ausladenden Benutzeroberfläche. Navigiert wird entweder per Fingerwisch oder durch die Bedienung der Vorschauleiste rechts am Bildschirm. Rechts befinden sich auch weitere Schaltflächen: zuoberst die Schaltfläche "Anpassen", über die die Desktop-Icons verschoben oder gelöscht werden können. Darunter liegt die Info-Schaltfläche, die Uhrzeit, Akkuladung sowie Regler für die Lautstärke und Bildschirmhelligkeit anzeigt.

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