WII FIT
Balancieren und ballern

Das ist der Alptraum: Die Mutter ruft ins Kinderzimmer: "Hallo, du hast mir versprochen heute noch eine Stunde an der Videokonsole zu spielen - wie sieht?s denn langsam mal aus?" Und der Sohn murrt zurück: "Och neeee, muss das denn sein?" Verkehrte Welt? Nicht mehr lange.

Spätestens Mitte 2008 will Nintendo mit seinem "Wii Fit" Millionen Pizza essender Zahnspangenträger ordentlich auf Trab bringen. Einen ersten Eindruck gab es jetzt auf der Messe für Video- und Computerspiele E3 - passenderweise in Santa Monica veranstaltet, dem El Dorado des Körperkults. Quasi eine Bizepsbreite entfernt vom legendären Muscle Beach.

Und so funktioniert es: Der Spieler stellt sich mit beiden Füßen auf den vorläufig "Wii Balance Board" getauften Schweißtreiber, eingebaute Sensoren messen das Gewicht des Spielers und reagieren auf kleinste Druckunterschiede sowie Gewichts- und Schwerpunktverlagerung. Damit lässt sich eine Menge Unfug anstellen.

Wird der Kopf nach links oder rechts geneigt, registriert das Board die daraus resultierenden Veränderungen, und die Konsole errechnet die neue Position des Spielers. So lässt sich, wie live demonstriert, ein spannender Kopfball-Wettbewerb durchführen, wobei man allerdings darauf achten sollte, nicht auch von heranfliegenden Flaschen getroffen zu werden.

Beim so genannten "Step-Aerobic" schließlich erkennt die Software genau, ob der Spieler die geforderten Bewegungen auch korrekt ausgeführt hat. Das hat mir - ehrlich gesagt - gerade noch gefehlt. Bei der guten alten Trainings-DVD konnte man vor dem Fernseher immer straffrei jede zweite Übung auslassen.

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