WLAN hat keine Priorität für den Mobilfunkanbieter
Vodafone überlässt das WLAN-Feld

Die schnurlose WLAN-Technologie wird oft als UMTS-Ergänzung gesehen. Der neue Mobilfunkstandard ist Vodafone aber wohl wichtiger, denn der Anbieter verzichtet in Europa auf eine dominierende Marktposition bei breitbandigen Internet-Zugängen auf Basis der WLAN-Technik.

HB DüSSELDORF. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski, sagte am Donnerstag in Düsseldorf, WLAN habe keine Priorität für das Unternehmen. "Ja, wir überlassen hier T-Mobile das Feld", fügte er hinzu. Im Gegensatz zu der Deutschen Telekom, zu der T-Mobile gehört, will Vodafone in Deutschland den Aufbau von so genannten WLAN-Hotspots nicht forcieren. Bis Jahresende seien 300 bis 400 Hotspots geplant, teilte das Unternehmen mit.

T-Mobile und die Telekom-Schwester T-Com planen bis zum Jahresende 2004 den Aufbau von rund 5200 WLAN-Hotspots allein in Deutschland. Die beiden Unternehmen wollen sich damit in dem Wachstumsmarkt eine dominante Position sichern.

WLAN-Netze ermöglichen innerhalb eines Radius von wenigen hundert Metern die Einwahl ins Internet per Laptop mit hohen Datenraten von mehreren Megabit pro Sekunde. Dadurch lassen sich beispielsweise E-Mails deutlich schneller als über Mobilfunk- oder Festnetzverbindungen abrufen. WLAN und die neue Mobilfunktechnik UMTS gelten als sich ergänzende Technologien. Während UMTS künftig nahezu flächendeckend per Mobiltelefon einen schnellen Datentransfer von zunächst 384 Kilobit pro Sekunde ermöglichen wird, lässt WLAN das kabellose Surfen im Internet mit deutlich höheren Datenübertragungsraten zu, allerdings nur kleinräumig.

Ein Vodafone D2-Sprecher ergänzte, mittelfristig plane das Unternehmen in Deutschland "eine kleine vierstellige Zahl" von WLAN-Standorten. Ziel sei es, WLAN dort aufzubauen, wo es für Geschäftskunden Sinn mache, also in Hotels, an Flughäfen, in Kongresscentern und in Bahnhöfen. Beim Ausbau werde man sich nicht an T-Mobile messen. Diese Strategie gelte europaweit. "Ich kenne kein Land, in dem Vodafone aktiv ist, wo so aggressiv WLAN aufgebaut wird wie von T-Mobile beispielsweise in Großbritannien, Deutschland oder den USA", sagte der Sprecher.

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