Yotaphone 2 im Test: Wenn möglich, bitte wenden

Yotaphone 2 im Test
Wenn möglich, bitte wenden

Dauernd der Akku leer – das soll mit dem Yotaphone 2 nicht passieren. Das Smartphone hat zwei Bildschirme – der auf der Rückseite dämmt den Energieverbrauch ein. Diese gewagte Konstruktion kostet jedoch.
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San FranciscoEin leerer Akku – alltäglicher Alptraum von Millionen Smartphone-Nutzern. Auf Flughäfen und Bahnhöfen irrlichtern verstörte Hightech-Abhängige mit Panik in den Augen umher auf der Suche nach einer Steckdose. Wo eine ist, bilden sich Menschenansammlungen, Anzugträger kauern neben der rettenden Steckdose auf dem kalten Boden. Egal. Hauptsache laden. Wir kennen das alle, und mit allen Tricks versuchen die Hersteller jede Minute aus dem Stromspender herauszuquetschen.

Die russische Firma Yota Devices will Abhilfe schaffen: Sie hat ein Smartphone mit zwei Vorderseiten entwickelt. Auf der einen Seite ist ein normaler stromhungriger Bildschirm, auf der Rückseite ein stromsparendes E-Reader-Display. Es soll Standardaufgaben übernehmen und so den Akku schonen. Das erste Yotaphone kam bereits 2013 auf den Markt, doch zahlreiche Unzulänglichkeiten vergraulten die Käufer. Seit Anfang Dezember ist das Yotaphone 2 auf dem Markt. Hat der Hersteller aus seinen Fehlern gelernt?

Die Idee ist an sich pfiffig: Weil der Bildschirm zu den größten Stromverbrauchern zählt, soll er bei vielen Standardaufgaben ausgeschaltet bleiben. E-Mails checken oder hundert langweilige Facebook-Einträge durchnudeln etwa. Der Lohn: Das Yotaphone 2 verspricht Batterielaufzeiten von zwei Tagen oder sogar noch mehr. Eine eigene Software lernt außerdem die Vorlieben des Nutzers und soll so die Akkulaufzeit weiter optimieren.

Der Hauptbildschirm des Geräts mit Android-Betriebssystem, 5-Zoll-Diagonale und 1080 Bildpunkten ist ausreichend groß dimensioniert und punktet mit brillanten Farben. Der E-Ink-Bildschirm, die „elektronische Tinte“ auf der Rückseite, ist mit seinen 16 Graustufen und für das Brot- und Butter-Geschäft vorgesehen: Texte lesen, E-Mails oder E-Bücher.

Das Geheimnis: Der E-Ink-Bildschirm braucht nur Strom, wenn er ein Bild aufbaut. Danach bleibt er einfach stehen. Tagelang, wochenlang, wenn es sein muss. Es ist sogar sichtbar, wenn der Akku schon vollkommen leer ist. Wofür man das braucht? Zum Beispiel auf dem Flughafen: Auch ohne Strom steht das E-Ticket mit Barcode auf dem Display und öffnet das Gate zum Rückflug nach Hause.

Rettungsbildschirm für die Bordkarte

Gegenüber dem ersten Versuch kommt der E-Ink-Bildschirm der aktuellen Version mit verbesserter Auflösung von 960 x 540 Pixeln daher. Das ist nicht umwerfend, reicht aber für den Einsatzzweck. War der zunächst sehr beschränkt, kann heute praktische jede App auf dem Rückbildschirm ausgeführt werden. Anrufe tätigen, E-Mails oder SMS abrufen und schreiben, Bücher lesen inbegriffen.

Wie wird das Spar-Display genutzt? Ein Druck auf den Home-Knopf öffnet ein Menü. Mit der Funktion „Yotamirror“ wird die laufende App auf die Rückseite verschoben. Daneben erstellt ein Finger-Tipp ein Bildschirmfoto – etwa von der Bordkarte –, der dann auf dem Rettungsschirm verweilt. E-Ink ist technologisch bedingt langsam, aber das stört meistens nicht wirklich.

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Mäßige Ausstattung, mäßige Kamera

Kommentare zu " Yotaphone 2 im Test: Wenn möglich, bitte wenden"

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  • Mässiger Journalismus! Geiles Handy!

    Habe es seit einigen Wochen - dem Iphone in allem, angefangen bei der Kamera haushoch überlegen!

  • ..'Alptraum' ist auch nicht schlecht

  • Ihr Deppen seid ja nicht in der Lage, euch zu artikulieren.
    "Dauernd der Akku leer – das soll mit dem Yotaphone 2 nicht probieren."

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