Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner
Nokias Konkurrenten holen auf

Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner wird der Verkauf von Handys weltweit von 520 Millionen im Jahr 2003 auf 600 Millionen in diesem Jahr zulegen. Die Analysten hoben damit am Dienstag in Amsterdam ihre Prognose vom März an. Damals ging man noch von 580 Millionen verkauften Handys in 2004 aus.

HB AMSTERDAM. Im ersten Quartal wurden laut Gartner bereits 153 Millionen Geräte verkauft, was einen neuen Rekord für dieses Zeitraum bedeutet. Wegen starker Verkaufszahlen in allen Regionen stieg der Ansatz von Mobiltelefonen um 34 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2003.

Gartner-Analyst Ben Wood zufolge stand hinter dem Zuwachs eine rege Nachfrage im asiatisch-pazifischen Raum, die vom chinesischen Neujahrsfest profitiert habe. Auch in eigentlich gesättigten Regionen wie Westeuropa oder Nordamerika würden massiv Ersatzkäufe getätigt, wobei Modelle mit Farbdisplay und Digitalkamera im Vordergrund stünden.

Die fünf führenden Handy-Hersteller konnten Gartner zufolge alle den Absatz im ersten Quartal steigern. Der finnische Handyhersteller Nokia konnte sich zwar weiter unangefochten als Marktführer behaupten, verlor allerdings als einziges Unternehmen an Marktanteilen. Marktführer Nokia verkaufte 44,2 Millionen Geräte nach 39,5 Millionen im Vorjahreszeitraum, der Marktanteil von Nokia ging aber auf 28,9 Prozent (34,6 Prozent) zurück. Bei Motorola stieg der Absatz auf 25,1 (16,7) Millionen Handys und der Marktanteil auf 16,4 Prozent (14,7 Prozent). Samsung verkaufte 19,0 (12,3) Millionen Geräte, womit sich der Marktanteil auf 12,5 Prozent (10,8 Prozent) erhöhte. Siemens erzielte ein Abatzplus auf 12,3 (8,7) Millionen Geräte, der Marktanteil stiegt auf 8,0 Prozent (7,6 Prozent). Sony Ericsson verkaufte 8,5 (5,4) Millionen geräte und hat nun einen Marktanteil von 5,6 Prozent (4,7 Prozent).

Der weltgrößte Handyhersteller hat dabei laut Gartner mangels neuer Modelle und wegen Schwächen beim Design kräftig Marktanteile eingebüßt. Nokia liegt damit weit vom eigenen Ziel entfernt, einen Marktanteil von 40 % zu erreichen, nachdem das finnische Unternehmen 2003 noch einen Wert von 38 % für sich in Anspruch genommen hatte. "Nokia hat zwei fundamentale Probleme", erklärte Gartner-Analyst Ben Wood. "Das eine ist die Beziehung zu den Netzbetreibern, wenn es um die Bereitstellung personalisierter Handys geht, und das andere ist ein Produktportfolio, das im Wettbewerb mit den Modellen der Konkurrenz nicht mithalten kann." Insbesondere in Westeuropa hätten die Finnen Marktanteile abgeben müssen.

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