Zusatzdienste fürs Handy: Bunt, biblisch und brandneu

Zusatzdienste fürs Handy
Bunt, biblisch und brandneu

Auf der spanischen Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona sind nicht nur die großen der Branche vertreten. Auch kleine Firmen stellen ihre neuesten Produkte vor. Bei den Besuchern besonders beliebt: Zusatzdienste für das Handy. Manche wirken skurril, einige dagegen bieten wirklichen Mehrwert.

BARCELONA. „Uns denken Zlango neu und wichtig“ beginnt die Pressemitteilung. Was anmutet wie eine schlechte Übersetzung aus dem Chinesischen, ist in Wirklichkeit eine neue Bildsprache. Zlango aus Israel hat eine eigene Handy- und E-Mail-Sprache mit über 200 so genannten Emoticons entwickelt. Der Zlango-Slang geht so: Luftblasen bedeuten „denken“, „neu“ ist ein weißes Ei auf zwei Beinen und ”wichtig” ein strahlender, erhobener Zeigefinger. Mit ”uns” sind in der Pressemitteilung die Risikokapitalgeber Benchmark und Accel gemeint, die gerade zwölf Mill. Dollar in das Start-Up gesteckt haben, das Ende 2006 gegründet wurde. 100 000 Mal haben sich Handy-Nutzer seitdem bereits die Bildwörterbücher von Zlango auf ihr Telefon geladen. Die Symbole gibt’s umsonst, dafür sind SMS etwas teurer – Zlango teilt sich die Mehreinnahmen mit den Netzbetreibern.

Der Bild-Designer ist nur eines der vielen hundert kleineren Unternehmen, die sich auf der Mobilfunkmesse 3GSM in Barcelona präsentieren. Bei 60 000 Besuchern und mehr als 1 300 Ausstellern verliert man schon mal die Orientierung. Das geht nicht nur den Normalsterblichen so, auch Branchenriesen wie Nokia oder Ericsson kommen sich leicht verloren vor. Die eigene Position überprüfen, schauen, was die Konkurrenz so macht, aber vor allem auch den Weg nach vorn finden – dafür leisten sie sich Mitarbeiter, die in den acht Messehallen und unzähligen Pavillons nach Neuem, Ungewöhnlichem, Zukunftsweisendem stöbern.

Zum Beispiel bei Emoze, einem Software-Unternehmen aus Israel, das einen wesentlichen Schritt zur vollkommenen Demokratisierung des Mobilfunks leisten will. Nicht nur Chefs können künftig mit Push-Mail-Blackberries umherstolzieren, ab jetzt laufen E-Mails dank Emoze auch auf den gewöhnlichen Handys des Fußvolks ein.

Auch sollte man in Sitzungen möglichst nicht seine Voicemail abhören. Das könnte als völliges Desinteresse aufgefasst werden. Kein Problem: Die kleine britische Softwareschmiede SpinVox erlöst uns von der Neugier und wandelt Sprachnachrichten in Textmeldungen um. Die lassen sich mit verstohlenem Blick unter der Tischkante lesen. Umgekehrt geht’s aber auch: Voice On The Go aus Kanada macht aus E-Mails Sprachmeldungen. Spitze, so können wir endlich selbst beim Autofahren unsere Mails abfragen.

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