Begehrte Spezialisten
IT-Anbieter werben um Fachkräfte

Die Digitalisierung ist in allen Wirtschaftsbereichen angekommen und die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Software-Anbietern gestiegen. Die Konsequenz: Unternehmen müssen sich stärker um seltene Fachkräfte bemühen.
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HannoverZuversichtlich blickt die IT-Branche in Deutschland in die Zukunft: Um 2,8 Prozent auf 86 Milliarden Euro werden die Umsätze in diesem Jahr steigen, prognostiziert der Digitalverband Bitkom. „Die Digitalisierung ist in allen Wirtschaftsbereichen angekommen. Das führt zu einer steigenden Nachfrage bei IT-Dienstleistern und Software-Anbietern“, sagte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks kürzlich.

Mit einem überdurchschnittlichen Umsatzplus sei etwa im Projektgeschäft und der Beratung zu rechnen. Für einen kräftigen Wachstumsschub sorgen auch Cloud-Angebote, denen sich die Wirtschaft immer mehr öffnet.

Getrübt wird der positive Ausblick indes durch einen Mangel an qualifiziertem Personal, den Dienstleister und Anwenderunternehmen gleichermaßen spüren. Laut Bitkom gab es Ende des vergangenen Jahres 51.000 offene Stellen für IT-Experten – 19 Prozent mehr als im Dezember 2015. „Die schwierige Fachkräftesituation hemmt die Entwicklung der Digitalwirtschaft und gefährdet die digitale Transformation“, so Dirks.

Eine Auswertung des Jobportals Indeed zeigt: Jede dritte IT-Stelle ist aktuell für Unternehmen schwer zu besetzen und länger als 60 Tage ausgeschrieben. Besonders schwer sind demnach erfahrene Softwareentwickler und Wirtschaftsinformatiker zu finden.

Um sich als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren, nutzen viele Unternehmen auch Messen wie die Hannover-Messe oder die Cebit: Die Sonderfläche „job and career“, die es erstmals 2014 auf der Computermesse gab, war mit über 120 Ausstellern auf mehr als 3.000 Quadratmetern in diesem Jahr besonders groß. Zu den Themenschwerpunkten der Cebit gehörten in diesem Jahr künstliche Intelligenz, Cloudcomputing, Drohnen und IT-Sicherheit.

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