Hannover Messe Merkels Appell für freien Welthandel

Merkel hat die Hannover Messe mit einem Bekenntnis für freie Märkte eröffnet. Ehrengast: die polnische Ministerpräsidentin. Szydło nutzte die Gelegenheit, die EU aufzufordern, die Souveränität der Einzelstaaten zu achten.
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Der Gast an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel (links) war während der offiziellen Eröffnung die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło. Quelle: dpa
Hannover Messe 2017

Der Gast an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel (links) war während der offiziellen Eröffnung die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło.

(Foto: dpa)

HannoverDer Unterschied könnte größer nicht sein. Vor einem Jahr glich Hannover einer belagerten Stadt: Polizei überall, strengste Sicherheitsvorkehrungen, selbst der Luftraum war über Stunden gesperrt. Der Aufwand galt einem Mann: Barack Obama, zu diesem Zeitpunkt noch Präsident der Vereinigten Staaten. Zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete er damals die Hannover Messe.

Merkel war auch an diesem Sonntagabend dabei, der Gast an ihrer Seite während der offiziellen Messeeröffnung im Congress-Centrum war diesmal die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydło. Mit ihr startete Merkel am Montagvormittag auch den traditionellen Rundgang. Das östliche Nachbarland ist in diesem Jahr Gastland der Hannover Messe. Der Sicherheitsaufwand hielt sich diesmal in bescheidenem Rahmen: keine Sicherheitsschleuse, keine Gepäckkontrollen, die Polizeipräsenz war nicht höher als bei einem Popkonzert.

Diese Länder haben das schnellste Internet
Platz 25: Deutschland
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Bis 2018 will die Bundesregierung alle deutschen Haushalte mit schnellem Datenfluss versorgen – 50 Megabit pro Sekunde sollen für jeden Bundesbürger drin sein. Es bleibt aber dabei: Deutsche sind im Internet vergleichsweise eher langsam unterwegs. Der aktuellen Ausgabe des State of the Internet Reports zufolge liegt die Bundesrepublik im Ranking der Länder mit dem schnellsten Internetzugang derzeit auf Platz 25 (14,6 Mbit/s). Damit hat sich Deutschland im Akamai-Ranking um drei Plätze verschlechtert. Die zehn Länder mit der schnellsten Surfgeschwindigkeit im Überblick.

Platz 10: Niederlande
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Die Datenübertragungsrate wird in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Ein Megabit entspricht einer Million Bit.

Den Sprung von 14,2 Megabit pro Sekunde von vor zwei Jahren auf 17,6 Megabit pro Sekunde schaffen unsere niederländischen Nachbarn.

Platz 9: Japan
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Das Bild zeigt die Insel Okinoshima in Japan. Der ländliche Eindruck trügt hier: Japan ist hochtechnisiert und verfügt über schnelles Internet mit 19,6 Mbit/s. Damit hat sich die Surfgeschwindigkeit in Japan in den letzten zwei Jahren um 4,4 Mbit/s erhöht.

Platz 8: Singapur
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Zu den zehn Ländern mit dem schnellsten Internetzugang gehört auch Singapur. Im Stadtstaat sind die Bürger mit einer durchschnittlichen Surfgeschwindigkeit von 20,2 Mbit/s unterwegs.

Platz 7: Finnland
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Die finnische Bevölkerung surft im Durchschnitt mit einer Downloadrate von 20,6 Megabit pro Sekunde. Im Vergleich: Vor zwei Jahren lag die durchschnittliche Rate noch bei 12,1 Mbit/s.

Platz 6: Dänemark
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Ein weiteres Land in Europa reiht sich unter die Top Ten ein: Die Dänen sind mit einer durchschnittlichen Surfgeschwindigkeit von 20,7 Mbit/s vergleichsweise schnell unterwegs.

Platz 5: Schweiz
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Unter die Top 5 der Länder mit dem schnellsten Internet hat es erneut die Schweiz geschafft: Die durchschnittliche Downloadrate beträgt 21,2 Megabit in der Sekunde. Einen Film in SD-Qualität von 1 Gigabyte Größe kann man damit in etwa sechseinhalb Minuten herunterladen.

Doch die äußere Entspannung spiegelte sich nicht im Binnenverhältnis der beiden führenden Politiker in diesem Jahr wider. Wurden Bemerkungen zwischen Obama und Merkel vor einem Jahr stets mit einem Lächeln quittiert, blieb der Kontakt zwischen Merkel und Szydło während der Eröffnungsfeier professionell freundlich und distanziert. In den Reden wurden die politischen Unterschiede deutlich.

Die polnische Ministerpräsidentin unterstrich die Leistungen ihrer eigenen Regierung und forderte Europa auf, die Souveränität der Einzelstaaten zu achten. Aus dem geplanten Ausstieg der Briten aus der EU müsse Brüssel die richtigen Schlüsse ziehen. Die polnische Regierung steht einer stärkeren politischen Integration Europas ablehnend gegenüber.

Merkel in lindgrünem Blazer, passend zum Frühling, der am Sonntagabend bei maximal zehn Grad keiner war, warb vor dem mit vielen Managern gefüllten Saal vor allem für den freien Welthandel. Dafür erntete sie viel Applaus. „Abschottung und Protektionismus erteilen wir eine klare Absage, weil sie nur zu Verlusten führen“, sagte die Kanzlerin. „Auch die Hannover Messe steht für die Weltoffenheit unserer Wirtschaft.“

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1 Kommentar zu "Hannover Messe: Merkels Appell für freien Welthandel"

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  • Als ob Merkel etwas von Wirtschaft und der Folge eines politischen Handelns verstünde.

    Ihre "Appelle" sind lächerlich und lenken nur vom Sumpf ab, in den sie sich selbst und uns alle mannövriert hat.

    Endlich abwählen!!!

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