Messe-Partnerland Kommt Obama 2016 nach Hannover?

Kurz vor Messestart hat der Veranstalter verkündet, wer auf Indien als Partnerland der Hannover Messe folgt: Mit den USA besteht die Chance auf einen Besuch von Präsident Barack Obama im kommenden Jahr.
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Die Chance ist gegeben: Nach der Zusage aus den USA 2016, als Partnerland der Hannover Messe aufzutreten, hofft der Veranstalter auf prominenten Besuch von Präsident Barack Obama. Quelle: AFP

Die Chance ist gegeben: Nach der Zusage aus den USA 2016, als Partnerland der Hannover Messe aufzutreten, hofft der Veranstalter auf prominenten Besuch von Präsident Barack Obama.

(Foto: AFP)

HannoverDie USA werden das Partnerland der Hannover Messe 2016 sein. Das teilten der Veranstalter und das Weiße Haus kurz vor dem Beginn der weltweit größten Industrieschau mit. In diesem Jahr ist Indien Partnerland der Messe, schon zum zweiten Mal nach der Kooperation vor neun Jahren, und erstmals wird der indische Premierminister Narandra Modi die Messe besuchen. Mit der Zusage der USA für die Messe-Ausgabe im kommenden Jahre hoffen die Veranstalter nun die Industrieschau 2016 mit prominentem Staatsbesuch aus dem Weißen Haus weiter aufzuwerten. In der Tat stehen die Chancen nicht schlecht, dass Obama zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Branchentreff eröffnet und sich zum Rundgang aufmacht. Ein Automatismus ist sein Auftritt aber nicht, die Zu- oder Absage hängt von vielen Faktoren ab.

Wie in diesem Jahr schon Indien werden die USA mit ihrem Partnerland-Auftritt darauf abzielen, ausländische Investoren anzuziehen und die amerikanischen Export-Aktivitäten auszubauen. Thematische Schwerpunkte werden laut Veranstalter Energieeffizienz und -erzeugung, moderne Fertigungstechnik, intelligente Technologien, Aus- und Weiterbildung sowie transatlantische Partnerschaften sein. Letztere stehen schon in diesem Jahr bei einer Podiumsdiskussion zu den deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen im Vordergrund. German Trade & Invest organisiert die Veranstaltung.

„Präsident Barack Obama hat sich die Stärkung der heimischen Industrie auf die Fahnen geschrieben. Die Modernisierung des Industriesektors und die digitale Vernetzung von Produktionsanlagen schreiten auch in den USA in hohem Tempo voran“, sagt Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe. „Ziel der US-Regierung ist es, wieder zu den führenden Produktionsstandorten der Welt zu zählen.“

Die Kooperation mit den USA ist auch aus politischer Sicht interessant: Industrie 4.0 ist in diesem Jahr schon das dritte Mal in Folge Leitthema der Messe und dürfte auch 2016 in Hannover bestimmend sein. Im internationalen Wetteifer um die Deutungshoheit in dem Bereich ist die USA ständige Vergleichsgröße und damit Konkurrenz zu Deutschland. Während sich Deutschland als Industrienation behauptet, sind die USA die Vorreiter der Internetwirtschaft. Es ist offen, wer die Nase vorne haben wird, wenn diese beiden Wirtschaftsbereiche zunehmend verschmelzen.

Für die Hannover Messe bedeute die Zusage der USA nach eigenen Angaben einen großen Erfolg, der die Attraktivität der Industrieschau erhöhe. „Die Hannover Messe 2016 ist von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen“, sagt Peter Wittig, deutscher Botschafter in den Vereinigten Staaten. „Mit den USA als Partnerland wird die Messe eine große Chance sein, die ganze Vielfalt und Dynamik unserer wirtschaftlichen Beziehungen zu präsentieren und sie weiter auszubauen.“

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