Regierungspläne für Digitalisierung
„Wir sind nach wie vor der Industrialisierer der Welt“

Die Industrie ist im Umbruch. Neue Geschäftsfelder und Berufsbilder zeichnen sich wegen der zunehmend vernetzten, digitalen Produktion ab. Regeln für diese Industrie 4.0 gibt es noch nicht – und das soll sich nun ändern.
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HannoverModeratorin Nina Ruge bot Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine launige Steilvorlage. Was es denn mit dem „Deutschen Digitalen Rückstand“ - kurz: DDR - auf sich habe, wollte sie am Dienstag auf der Hannover Messe beim Startschuss für die neue Plattform Industrie 4.0 von ihm wissen.

Wer sich auf dem Weg in die neue industrielle Revolution mit ihrer vernetzten, digitalen Produktion nicht am Weltmarkt positioniere, dem drohe doch der Rückschritt. Gabriel nahm den Ball auf: „Das Kürzel signalisiert, dass es vielen offenbar nicht schnell genug geht“, sagte er im gerade fertiggestellten neuen Konferenzsaal „New York“.

Dort kündigte der SPD-Chef ein „Signal für einen gemeinsamen Aufbruch“ an, der nur im Zusammenspiel aller gesellschaftlichen Kräfte funktioniere. Dazu sei die Plattform Industrie 4.0 geschaffen, bei der ab sofort ein Expertenverbund aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften Richtlinien erarbeitet.

Die Plattform soll Schwung in die Digital-Debatte bringen und über Arbeitsgruppen rund um die Themen Recht, Sicherheit oder Bildung schnellstmöglich erste Vorzeigemodelle entwickeln. In Hannover werde die Basis für den Wettlauf um Produkte und Märkte von morgen gelegt.

Deutschland schläft nicht

Doch wo steht die deutsche Industrie dabei wirklich? Den Vorwurf, man verschlafe die digitale Wende, ließ Gabriel ebenso wenig gelten wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Anders als viele andere Länder habe die Bundesrepublik nie den Fehler begangen, zugunsten einer reinen Dienstleistungsgesellschaft ihre industrielle Basis abzuschaffen.

„Wir sind nach wie vor der Industrialisierer der Welt“, betonte Gabriel. Deutschland habe hier eine Basis, die etwa die der USA in den Schatten stelle. Deshalb, so meinte auch Wanka, sagten absolute Zahlen bei Investitionen in die digitale Wende nur wenig aus.

„Manchmal täte uns ein wenig mehr Selbstbewusstsein gut“, erklärte sie und verwies auf China, wo gerade einmal 14 Industrieroboter auf 10.000 Industrie-Jobs kämen. In Deutschland seien es dagegen 282. „So schlecht sind wir gar nicht“, sagte auch der Vorstandschef der Festo AG, Eberhard Veit. In seiner heimatlichen Mundart setzte er hinzu: „Vielleicht haben wir ja zu viel geschafft und zu wenig geschwätzt.“

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Ängste müssen abgebaut werden

Kommentare zu " Regierungspläne für Digitalisierung: „Wir sind nach wie vor der Industrialisierer der Welt“"

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  • "„Wir sind nach wie vor der Industrialisierer der Welt“"

    Richtiger wäre:
    WIR die Volksvertreter, seit ROT/GRÜN sind nach wie vor die VERSAGER der Nation und der Welt !

    Und das auf den vordersten Plätzen !!!

  • Diese Politiker, die ihr Koennen schon bei der Energie-Wende nachgewiesen haben, sind wirklich qualifiziert der Industrie Ratschlaege zu erteilen. Wenn sie auch diesen Teil der Technik ueberhaupt nicht verstehen.

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