Roboter und Recht
Neue Regeln für Gesetzlose

Wenn ein Roboter dieselbe Arbeit macht wie wir, muss er dann auch genauso besteuert werden? Und brauchen wir eines Tages eine Menschenquote für bestimmte Branche und bestimmte Tätigkeiten?
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KölnMit dem Vormarsch der Roboter werden Forderungen nach einer Regulierung lauter: Ins Blickfeld von Juristen und Politikern geraten Risiken, die von den maschinellen Helfern ausgehen - von Sicherheitsfragen bis zum Arbeits- und Steuerrecht in neuen Fertigungsumfeldern.

„Gesetze, die geschaffen wurden, um die Rechte von menschlichen Arbeitern zu schützen, werden diesem Anspruch in einigen Fällen nicht länger gerecht"“, sagt Gerlind Wisskirchen, die Autorin einer Studie der internationalen Anwaltsvereinigung IBA. „Es besteht Handlungsbedarf.“

Die Forscher schlagen einige Möglichkeiten vor, mit der veränderten Lage umzugehen - etwa eine „Menschenquote“ für manche Branchen oder ein Verbot für Roboter, bestimmte Tätigkeiten auszuführen, zum Beispiel Kinderbetreuung. Ein „Made by humans“-Label sei ebenso denkbar.

Auch die gezielte Besteuerung von Unternehmen, die Roboter einsetzen, kommt ins Gespräch - nicht nur bei der IBA. Mit Bill Gates hat diese Idee einen prominenten Fürsprecher.

„Mit Sicherheit wird es Steuern geben, die sich auf Automatisierung beziehen“, sagte der Microsoft-Gründer jüngst. Schließlich werden auch Abgaben auf menschliche Arbeitsleistung erhoben. „Wenn nun ein Roboter kommt und dieselbe Arbeit macht, würde man annehmen, dass wir den Roboter ähnlich besteuern.“

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