Task-Force Industrie 4.0
Bosch will es wissen

Das Unternehmen zieht über 100 Experten für Industrie 4.0 in eine neue Einheit zusammen. Bosch will die Mitarbeiterzahl des Clusters verdoppeln und hat das erste internationale Projekt längst gestartet.
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Stuttgart/HannoverBosch erhöht kurz vor der Industrieschau Hannover Messe (13. bis 17. April) das Tempo im Rennen um Produkte für die Industrie 4.0. Der Konzern zieht über 100 Experten aus unterschiedlichen Segmenten zusammen. „Wir bündeln unsere Kompetenzen im Bereich Industrie 4.0 unter dem Namen ‚Connected Industry‘“, sagte Boschs Produktionschef Werner Struth dem Handelsblatt.

Es ist das fünfte bereichsübergreifende Innovations-Cluster, das seit dem Amtsantritt von Bosch-Chef Volkmar Denner im Sommer 2012 gegründet wurde. Und es wird das größte und wichtigste werden. Bis Jahresende sollen 200 Experten an dem Thema arbeiten. Die Cluster sind Denners Lieblingsprojekte. Hier will er das Wissen der 36.0000 Mitarbeiter von Bosch über spezielle Themen zusammenführen und die Umsetzung in Produkte beschleunigen. Industrie 4.0 ist ein zentrales Thema des Konzerns. Die Experten des Clusters sollen allen 15 Geschäftsbereichen bei der Umsetzung der Vernetzung in der Produktion helfen und sie koordinieren.

Der Wettlauf um die vernetzte Industrie nimmt mit Boschs Vorstoß Fahrt auf. Konzerne wie Siemens oder General Electric arbeiten ebenso intensiv daran wie Mittelständler um Trumpf, Sick oder Festo. „Das Thema Industrie 4.0 ist von strategischer Bedeutung, weil es dem Industriestandort Deutschland die historische Chance bietet, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, betont Struth. Deutschland - vor allem aber auch Bosch. „Die Vernetzung kann Produktivitätsfortschritte von bis zu 30 Prozent bringen, aber auch die Qualität der Erzeugnisse weiter steigern“, so der Produktionschef und Herr über weltweit 250 Bosch-Werke. „In fast jedem laufen Pilotprojekte“, bestätigt der Topmanager. Die Zahl der zentral verfolgten Projekte liegt bei über 100. „Industrie 4.0 ist eine Frage der Orchestrierung.“

Im Unternehmen sind bereits 12.000 Prüfstationen vernetzt, die vorbeugende Wartung und Optimierung der Produktion ermöglichen. Bosch will damit künftig neue Geschäftsfelder erobern und Kunden, die eine Prüfstation von Bosch haben, auch Analysen anbieten. Für die sensiblen Daten verspricht Bosch Sorgfalt. „Datensicherheit und Vertrauen sind eine Frage der Transparenz“, sagt Struth. Der Nutzer werde wissen, was Bosch mit seinen Daten macht.

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Der Aufwand ist gigantisch

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