Wearables für Tiere: Sensoren steuern die Wasserzufuhr

 

Wearables für Tiere
Japans coole Kühe

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Sensoren steuern die Wasserzufuhr

„Ushiburu“ nennt sich der Kühlbody für Rinder, den die Firma und die Bauern von Kyoto derzeit gemeinsam entwickeln. Der Name setzt sich aus den Worten „Ushi“ für Kuh und der phonetischen Endung des aus dem Englischen übernommenen Wortes „wearable“ zusammen.

Wearables sind technische und elektronische Geräte, die man am Körper oder an der Kleidung trägt – mit Sensoren bestückte Fitnessarmbänder, Brillen oder Smartwatches zum Beispiel. Viele der Geräte zeichnen Körper-Daten wie Blutdruck und Temperatur auf, um etwa vor Überanstrengung oder Überhitzung zu warnen.

Ähnlich soll der „Ushiburu“ funktionieren. Das Textilgewebe habe kühlende Wirkung, heißt es bei Gunze. Ein angeschlossenes Befeuchtungssystem solle den Stoff zugleich mit Wasser benetzen, was eine zusätzliche Kühlung bewirke. Gesteuert werde die Wasserzufuhr über Sensoren. Weitere Tests seien nun für die heißen Sommertage geplant, hieß es. Für die Kühe stelle das Tragen des Anzugs keinen Stress dar.

Die deutsche Veterinärmedizinerin Kemper ist da allerdings nicht so sicher. Auch wenn sie den Kühlbody für nicht praxistauglich hält, die Forschung dahinter findet sie aber durchaus interessant. Sensoren, die direkt am Tier Körperfunktionen messen und aufwendigere medizinische Maßnahmen teilweise ersetzen, könnten durchaus sinnvoll sein.

So könnten die Sensoren auch an das Kühlungssystem des Stalls gekoppelt werden. Ihr Fazit zum japanischen Projekt: „Das ist sicherlich von der Forschung her ein ganz interessanter Ansatz. Bei der praktischen Anwendung ist es eher im Bereich Quatsch anzusiedeln.“

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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