2,4 Milliarden Euro zur IFA erwartet
Digital-Rausch treibt Umsatz

Drei Tage vor Beginn der Internationalen Funkausstellung hat die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik einen Ausstellerrekord gemeldet. Dank eines Booms bei Flachbildschirmen und digitaler Technik erwartet die Branche in Berlin einen Umsatz von mindestens 2,4 Milliarden Euro.

HB BERLIN. "Die IFA ist ein Konjunkturprogramm, das seiner Rolle wieder in vollem Umfang gerecht werden wird", sagte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Elektronics im ZVEI, am Dienstag wenige Tage vor Beginn der Messe am Freitag (bis 7. September).

Insagesamt wird der deutsche Markt für Consumer Electronics 2005 beim Umsatz nach Erwartung des ZVEI und der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) erstmals auf über 20 Mrd. Euro wachsen. Nach einer Umsatzsteigerung von über 10 % in der klassischen Unterhaltungselektronik bestehe die Chance auf ein zweistelliges Plus in dem Bereich auch im Gesamtjahr, sagte der Vorsitzende des Fachverbandes.

"Wir sind absolut optimistisch, auch für das gesamte Jahr eine Steigerungsrate bei der klassischen Unterhaltungselektronik um über 10 % zu erreichen", sagte Kamp. Damit werde der Umsatz für die gesamte Verbraucherelektronik zum ersten Mal auf über 20 Mrd. Euro steigen. 2004 sei der Umsatz für Consumer Electronics um 8,3 % auf 19,98 Mrd. Euro gewachsen nach 18,45 Mrd. Euro im Vorjahr. Dieses Wachstum habe die Prognosen deutlich übertroffen, es sei mehr als fünfmal so hoch wie der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt von 1,6 %, erklärte Kamp.

Dies beweise, dass innovative Produkte auch bei schlechtem Konsumklima in Deutschland, das nach wie vor von Zurückhaltung und Verunsicherung gekennzeichnet sei, vom Markt angenommen würden. Die Konjunktur sei branchenweit noch nicht angesprungen, die Anschaffungsneigung für hochwertige Investitionsgüter habe aber einen positiven Trend genommen. Flachbildschirme befänden sich ganz oben auf der Liste. Die Branche sei beflügelt von neuen Bildschirmtechnologien, hoch auflösenden Bildern und fortschreitender Digitalisierung. Ab der IFA übersteige der Wertanteil der neuen Bildschirmtechnologien den der herkömmlichen Röhrengeräte.

In ganz Europa stiegen den Angaben zufolge 2004 die Umsätze bei der Verbraucherelektronik um 3,8 % auf 35,913 Mrd. Euro, nachdem 2003 noch ein Rückgang verzeichnet worden sei. Eine entsprechende jährliche Erhebung umfasse die Verkäufe an Endkonsumenten in 15 Ländern. Die größten Umsätze wurden laut der Umfrage wieder in Großbritannien und Deutschland erzielt. Garant für die gestiegenen Umsätze sei neben der Digitalisierung das Segment der TV-Geräte mit den neuen Display-Technologien gewesen.

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