25 Jahre CD
Der Siegeszug der Compact Disc

Mit Abbas letztem Album begann die technische Revolution. Die letzten Songs der schwedischen Superstars waren die ersten, die 1982 auf einen völlig neuen Tonträger gepresst wurden.

dpa KREFELD/LANGENHAGEN. Am 17. August 1982 begann in Langenhagen bei Hannover erstmals in Europa die industrielle Fertigung von zwölf Zentimeter großen und 1,1 Millimeter dünnen, silbernen Scheiben. Ein Laserstrahl rast im Tiefflug über den sechs Kilometer langen Laufstreifen hinweg und liest über eine Milliarde Informationen pro CD optisch aus.

Die CD versprach digitale Klangqualität ohne lästiges Umdrehen sowie Rausch- und Knisterfreiheit. Staub und Dreck können einfach abgewischt werden. Vor allem für die Freunde der klassischen Musik war das eine Verheißung. Trotzdem konnte die CD in den ersten Jahren nur mühsam gegen die etablierte Langspielplatte aus Vinyl Fuß fassen.

Musik-Experten kritisierten ihren sterilen Klang, viele DJs greifen noch heute lieber zum Vinyl. Die ersten silbernen Scheiben waren zudem deutlich teurer als die LP - ganz zu schweigen von der ersten Generation der CD-Spieler, die im Oktober 1982 auf den Markt kam. So fristete die CD zunächst ein Nischendasein in den Plattenläden, als Zukunftsmusik in verschlossenen Vitrinen präsentiert.

Noch 1984 äußerten sich die Musikverleger sehr pessimistisch über die Zukunft des neuen Tonträgers. Dass die CD einen Marktanteil von 50 Prozent erreichen werde, sei wohl Wunschdenken ihrer Erfinder, ätzte ihr Verband. Doch die Kritik verstummte bald und in den Plattenläden begann das große Umräumen.

1990 - acht Jahre nach ihrem Start - hatte die CD bereits die Platzhirschen LP, Single und Musik-Kassette überholt. 1994 wurden doppelt so viele CDs verkauft wie alle übrigen Tonträger zusammengenommen. Die Preise für CD-Spieler sanken in den Keller und waren bald preiswerter als herkömmliche Plattenspieler. Bis heute sind an die 100 Mrd. CDs verkauft worden.

Entwickelt wurde die Compact Disc von den Elektronikriesen Philips und Sony - der Grundstoff, ein Polycarbonat, kam vom Chemiekonzern Bayer aus seinem Werk in Krefeld-Uerdingen. Die Industrieriesen gewannen für ihr neues Produkt einen Fürsprecher der ersten Stunde: Star-Dirigent Herbert von Karajan wollte sein Werk möglichst schnell digital konserviert und auf den Markt gebracht sehen.

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