25 Jahre Microsoft Office
Ein Dinosaurier feiert Geburtstag

Als Microsofts Büro-Paket Office vor 25 Jahren das Licht der digitalen Welt erblickte, galt Papier noch als Datenträger Nummer eins. Inzwischen gehört die Bürosoftware zu den Konstanten auf den Arbeitsplätzen weltweit.
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SeattleEin digitaler Dinosaurier feiert Geburtstag: Am 1. August 1989 brachte Microsoft erstmals sein Büropaket Office auf den Markt. Darin bündelte der Konzern die Textverarbeitung Word 4.0, die Tabellenkalkulation Excel 2.2und die Präsentationssoftware PowerPoint 2.01 sowie Mail 1.37 erstmals in einem Paket. Die Version war für Apples Mac-Computer gedacht – die erste Windows-Variante folgte erst im November 1990.

Diese Entscheidung zeugt von den damaligen Kräfteverhältnissen im PC-Markt. Und auch die Preise lagen in einer ganz anderen Liga als heute: Zum Start bewarb Microsoft das Paket mit einem Sonderangebot von 849 Dollar statt der gut 1300 Dollar, die man für die vier Programme zusammen sonst hätte zahlen müssen.

Das Jahr 1989 liegt ein Vierteljahrhundert zurück – für die Computerbranche eine Ewigkeit. Damals feierte der Telekomstandard ISDN auf der Cebit Premiere, die von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet wurde. Laptops gab es zu Preisen ab 16.000 DM. Intels 386er Prozessor stellte mit einer Taktfrequenz von 33 Megahertz neue Geschwindigkeitsrekorde auf und Steffi Graf und Boris Becker verschafften Deutschland in Wimbledon einen Doppelsieg.

Software wurde damals zumeist auf Disketten verkauft, Microsofts Office-Paket gehörte zu den ersten Programmen, die es auch auf CD-ROM gab. Die DVD etablierte sich erst einige Jahre später als Massenspeicher.

Heute fast allgegenwärtige Funktionen wie Drag&Drop oder auch einfache Werkzeugleisten spendierte Microsoft seiner Software erst mit der Versionsnummer 3.0 im Jahr 1992. Für die Entwicklung war lange Zeit Steven Sinofsky zuständig, der im selben Jahr zu Microsoft stieß und Ende 2012 den Konzern verließ.

Legendär wurde die Büroklammer Clippy, die in Deutschland auch unter dem Namen Karl Klammer auf den Bildschirmen tätig war. Der kleine animierte Helfer stand zu allen erdenklichen Gelegenheiten assistierend zur Seite, zahllose Nutzer trieb seine Penetranz und Niedlichkeit allerdings auch zur Weißglut. Das Magazin „Time“ zählte Clippy 2010 zu den 50 schlechtesten Erfindungen der Geschichte.

Heute hat das Büro-Paket nach Angaben von Microsoft mehr als eine Milliarde Nutzer. Nicht nur in Unternehmen – auch zahlreiche Privatanwender greifen darauf zurück. Neben Windows gehört Office bis heute zu den wesentlichen Säulen des Geschäfts für Microsoft.

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