29 000 Arbeitsplätze weniger im Jahr 2003
IG Metall sorgt sich um deutsche IT-Stellen

Nach Meinung der Gewerkschaft wollen deutsche Unternehmen zehntausende Arbeitsplätze in Osteuropa und Indien aufbauen, falls Überlegungen der Siemens AG zur zur Verlagerung von Produktionsbereichen aus Deutschland Schule machen.

HB HANNOVER. "Wir wissen, dass dies erst der Anfang einer Strategie ist, die gemessen an den derzeitigen Ankündigungen darauf zielt, zehntausende Arbeitsplätze in Osteuropa und Indien aufzubauen", sagte IG-Metall-Vize Berthold Huber am Freitag am Rande der Technologiemesse CeBIT in Hannover. Er bezog sich dabei auf Bestrebungen des Münchener Technologiekonzerns, die Kosten in zwei Werken in Bocholt und Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen zu senken, die schnurlose Telefone und Handys produzieren. Nach Angaben der IG Metall droht dadurch der Wegfall von 2 000 der insgesamt 4 500 Stellen dort. Siemens hatte in der vergangenen Woche sogar von bis zu 3 000 gefährdeten Stellen gesprochen.

Um den Trend zur Produktionsverlagerung zu steuern, von dem nach Einschätzung der IG Metall auch andere Siemens-Bereiche betroffen sind, schlägt die Gewerkschaft Betriebsvereinbarungen nach dem Beispiel der Automobilindustrie vor. In der Pkw-Branche sei damit erreicht worden, dass viele Arbeitsplätze im Inland erhalten blieben. "Seriöse Projektvollkosten-Rechnungen ergeben eben oftmals, dass behauptete Kosteneinsparungen (bei der Verlagerung) nicht eintreten", sagte Huber.

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