53,45 Milliarden Dollar im zweiten Quartal
Halbleitermarkt weiter im Aufwind

Der globale Chip-Absatz ist im zweiten Quartal 2004 nach Angaben des Halbleiterverbandes SIA (Semiconductor Industry Association) mit Sitz in der „Silicon Valley Hauptstadt“ San Jose um 40 Prozent auf 53,45 Milliarden Dollar (44,5 Mrd. €) gestiegen.

HB MÜNCHEN. SIA gibt die starke PC- und Handynachfrage als Grund für die Entwicklung an und erwartet nun für das Gesamtjahr einen weltweiten Rekordumsatz der Chipbranche von mehr als 214 Milliarden Dollar. Der Verkauf werde auch im zweiten Halbjahr stark bleiben, doch erwarte man eine etwas langsamere Wachstumsrate, so der Verband. Für das dritte Quartal rechnet SIA mit einem Umsatz, der um etwa vier bis sechs Prozent über dem der vorangegangenen drei Monate liegt.

Der weltweite Chip-Absatz erhöhte sich im Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 40,3 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Der Verkauf stieg gegenüber Mai dieses Jahres um 2,8 Prozent. Der Verband verwies in diesem Zusammenhang auf den 13-prozentigen PC-Verkaufsanstieg im Abschnitt April bis Juni dieses Jahres.

Die Nachfrage nach DRAM-Speicherchips (dynamic random-access memory), das sind die flüchtigen Arbeitsspeicher in PCs und anderen Computergeräten, hat sich nach Angaben von SIA im zweiten Quartal 2004 im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Die DRAM-Preise seien angesichts der starken Nachfrage und des limitierten Angebots fest gewesen. Verbandspräsident George Scalise erwartet jedoch angesichts zusätzlicher Kapazitäten und einer höheren Produktion einen intensiveren Preiswettbewerb. Der Verkauf von Chips für Handys, Kamera-Handys und andere Mobilfunkanwendungen ist im ersten Halbjahr gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 86,5 Prozent gestiegen.

In Europa hat sich der Chip-Umsatz im Juni 2004 gegenüber dem entsprechenden Abschnitt des Vorjahres um 28,9 Prozent auf 3,12 Milliarden Dollar, in Nord- und Südamerika um 29,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Dollar und in Japan um 26,3 Prozent auf 3,82 Milliarden Dollar erhöht. Der Verkauf legte im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) sogar um 60,9 Prozent auf 7,58 Milliarden Dollar zu.

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