58 Prozent online
Weniger Deutsche als geplant im Netz

Die Zahl der Internet-Nutzer wächst in Deutschland stetig. Allein seit dem Sommer 2005 sind zwei Millionen Menschen dazugekommen. Binnen eines Jahres erhöhte sich damit der Bevölkerungsanteil der Internet-Nutzer von 55 auf jetzt 58 Prozent, wie eine am Dienstag in Berlin vorgelegte Studie der Initiative D21 und von TNS Infratest ergab. Bei der ersten Befragung vor fünf Jahren waren es lediglich 37 Prozent. Eigentlich sollten aber bereits weit mehr Bürger im Netz sein.

HB BERLIN. Mittlerweile gehen bundesweit 37,8 Mill. Menschen über 14 Jahren regelmäßig online. Dies ergab der (N)Onliner-Atlas 2006. Weitere Ergebnisse: Die Frauen holen bei der Netznutzung auf, aber die ältere Generation ist noch stark im Hintertreffen. 80 Prozent der Onliner fühlen sich im Internet sicher.

Die Bundesregierung räumte ein, dass ihr 2003 formuliertes Ziel, bereits in diesem Jahr 75 Prozent Internetnutzung zu erreichen, bei weitem verfehlt wurde. Die angestrebte Abdeckung von drei Vierteln werde wohl erst 2010 Realität, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte (CDU).

Wie die Befragung der Initiative D21 unter 50 000 Menschen ergab, wollen rund vier Millionen Bürger in den kommenden zwölf Monaten ins Internet einsteigen. 23 Prozent der Deutschen nutzen das Internet derzeit gar nicht und haben auch keine Absicht, dies zu ändern. Diese „Offliner“ sind mehrheitlich Frauen, sie haben eine niedrige Bildung, verfügen über wenig Einkommen und sind schon älter.

Von den Internetnutzern gehen inzwischen 48 Prozent mit einem Breitbandanschluss wie etwa DSL ins weltweite Datennetz. ISDN nutzen 23 Prozent, analoge Modems immerhin noch jeder Fünfte. Die höchste Dichte der Internetnutzung gibt es in den Stadtstaaten Berlin mit 64,4 Prozent und Hamburg mit 62,1 Prozent. Bei den Flächenstaaten rangieren Hessen und Bayern mit je 60,8 Prozent Abdeckung ganz vorne. Weit abgeschlagen ist das Saarland mit 49 Prozent „Onlinern“, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 53,2 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 53,8 Prozent.

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