99-Cent-Album

Lady Gaga zwingt Amazon-Server in die Knie

PR-Gag gelungen: Das neue Album von Lady Gaga gab es bei Amazon für nur einen Tag für 99 Cent. Das stieß auf riesiges Interesse - der Server des Online-Händlers brach zusammen. Amazon ließ sich die Aktion einiges kosten.
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Blick auf die deutsche Seite von Amazon. Wegen einer US-Aktion zu Lady Gaga war die US-Seite zeitweilig nicht zu erreichen. Quelle: dapd

Blick auf die deutsche Seite von Amazon. Wegen einer US-Aktion zu Lady Gaga war die US-Seite zeitweilig nicht zu erreichen.

(Foto: dapd)

BerlinDas neue Album von Lady Gaga für nur 99 US-Cent - das war ein Angebot, bei dem zu viele US-Kunden des Online-Händlers Amazon nicht "nein" sagen konnte. Der Ansturm bei der nur eintägigen Aktion war so groß, dass die Amazon-Server am Montag in die Knie gingen und viele Gaga-Fans zunächst auf ihren Download warten mussten. Amazon versprach, die gekauften MP3-Dateien von "Born This Way" ohne Aufpreis nachzureichen.

Amazon ließ sich die Aktion einiges kosten: Der Online-Händler habe das Album bei Gagas Plattenfirma Universal Music zum üblichen Großhandelspreis von etwa neun Dollar gekauft, berichtete unter anderem das "Wall Street Journal". Der Riesen-Rabatt sollte wahrscheinlich die Aufmerksamkeit für Amazons neuen Online-Dienst erhöhen. Alle MP3-Dateien, die bei Amazon gekauft werden, landen auch automatisch auf einer virtuellen Festplatte des Online-Händlers und können vom Nutzer über das Internet auf diversen Geräten abgerufen werden. Der Dienst ist bisher nur in Nordamerika verfügbar.

Amazon hatte damit den Wettlauf um das Angebot eines Cloud-Musikdienstes gewonnen, Google zog wenig später mit einer eigenen Netz-Festplatte nach. Allerdings hat der große Rivale Apple im Gegensatz laut Medienberichten bereits mit drei der vier großen Musikkonzerne neue Lizenzverträge für seinen Online-Dienst ausgehandelt. Damit könnte der iPhone-Konzern mehr Funktionen Anbieten.

  • dpa
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