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Ab November gibt es in Deutschland den „E-Pass“

Als erstes Land der Europäischen Union führt Deutschland zum 1. November den „elektronischen Reisepass“ ein. Darauf wird das Gesicht nicht nur abgebildet, sondern auch biometrisch erfasst, teilten Vertreter des Bundesinnenministeriums am Dienstag in Berlin mit.

dpa BERLIN. Als erstes Land der Europäischen Union führt Deutschland zum 1. November den „elektronischen Reisepass“ ein. Darauf wird das Gesicht nicht nur abgebildet, sondern auch biometrisch erfasst, teilten Vertreter des Bundesinnenministeriums am Dienstag in Berlin mit.

Ein eingebauter Chip speichert Gesichtsmerkmale wie zum Beispiel den Augenabstand. „Dadurch soll der Reisepass noch ein bisschen sicherer werden“, sagte Martin Schallbruch vom Bundesinnenministerium am Dienstag. Dafür wird er für die Bürger aber auch teurer: 59 Euro statt wie bisher 26 Euro.

Der so genannte E-Pass geht zurück auf eine Verordnung der Innen- und Justizminister der Europäischen Union. Die Bundesrepublik setzt den Erlass als erstes Mitgliedsland um, die übrigen wollen bis Mitte nächsten Jahres folgen. Von März 2007 an wird es zudem Pflicht, seinen Fingerabdruck auf dem Pass speichern zu lassen.

Laut Innenministerium reagiert die EU mit den Neuerungen auf das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Allerdings dürfen deutsche Touristen auch mit ihrem alten, bordeauxfarbenen Reisepass weiterhin beispielsweise in die Vereinigten Staaten fliegen.

Wessen Reisepass noch gilt, der braucht also keinen neuen. Die Umstellung auf den E-Pass dürfte deshalb schleichend erfolgen und erst im Herbst 2015 abgeschlossen sein, wenn die letzten herkömmlichen Pässe ihre Gültigkeit verlieren. Noch sei das System der Passerkennung nicht zu 100 Prozent ausgereift, räumte Schallbruch ein. Bis Anfang 2006 seien die Fehler ausgeräumt.

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