Abkommen mit Novell
Microsoft geht auf Linux zu

Der Software-Marktführer Microsoft hat eine Partnerschaft mit dem Linux-Unternehmen Novell geschlossen. Nutzer können sich nun auf neue Verbindungsmöglichkeiten der beiden Techniken freuen.

HB SAN FRANCISCO. Dabei geht es vor allem um gegenseitige Unterstützung im Support für Unternehmenskunden. Mit dem Abkommen werde eine „Brücke zwischen Open-Source und proprietärer Software“ gebaut, sagte Microsoft-Justitiar Brad Smith am Donnerstag in San Francisco.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Mitarbeiter im Microsoft-Vertrieb ihren Unternehmenskunden Windows-Lizenzen künftig auch als Paket mit einer integrierten Unterstützung für Suse Linux von Novell anbieten. Der Support für die kostenlos verfügbare Linux-Plattform ist eine wichtige Einnahmequelle von Novell. Die Zusammenarbeit von Microsoft und Novell soll Unternehmen die nahtlose Verbindung beider Techniken ermöglichen - in Rechenzentren wird neben Windows oft auch Linux als Server-Plattform verwendet, während auf dem Desktop, also auf den Arbeitsplatzrechnern, Windows dominiert. Beide Unternehmen kündigten auch an, die Zusammenarbeit zwischen Microsoft Office und der Open-Source-Alternative Open Office zu verbessern.

Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer erklärte, bei dem Abkommen handle es sich um ein völlig neues Modell im Interesse der eigenen Kunden, die künftig beide Plattformen enger miteinander verbinden könnten. Nach der Nachricht von der neuen Zusammenarbeit stieg die Novell-Aktie an der New Yorker Nasdaq-Börse um 15,7 Prozent auf 6,79 Dollar.

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