Abonnement-Service
Rekordjahr für Musicload

Das Musikportal Musicload.de hat nach eigenen Angaben den Absatz 2005 auf 15,5 Millionen Musik-Downloads vervierfacht. Die Tochter des Internetanbieters T-Online sieht sich damit als klaren Marktführer in Deutschland. Das sagte Vertriebschefin Susanne Peter im Gespräch mit dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF. Die Expansion soll zügig voran gehen. Noch dieses Jahr soll einen Abonnement-Service nach dem Muster von Yahoo Music und Napster einrichtet werden. Dabei erhält der Kunde für einen Fixbetrag Zugang zum gesamten Musikbestand. Die Abspielrechte verfallen jedoch, sobald das Abo gekündigt wird.

Für 2006 sieht Peter erneut eine Verdopplung der Absatzzahlen voraus, was im Rahmen der Erwartungen von Marktbeobachtern wie Jupiter Research liegen würde.

Doch die Zukunft ist nicht nur rosig. Der Boom könnte ins Stocken geraten, denn die Internet-Preismodelle erweisen sich gegenüber dem stationären Handel zunehmend als unflexibel, sagt Peter.

Auf der Branchenmesse Midem im französischen Cannes will sie deshalb kommende Woche intensiv um mehr Unterstützung bei den Musikfirmen werben. Denn die Stärkung des digitalen Vertriebs sei schließlich auch in deren Interesse.

Das lässt sich an Zahlen festmachen. Der Absatz von Tonträgern wie CD oder Kassette ist nach Berechnungen von Mediacontrol 2005 um 5,4 Prozent gesunken, berichtet die Fachzeitschrift „Musikwoche“. Gleichzeitig stieg der Verkauf von digitalen Einzel-Musikstücken um 61 und von Alben um 158 Prozent.

Nur machen Alben am Geschäft von Musicload gerade mal zehn Prozent aus. Das Problem stapelt sich unübersehbar in den großen Mediadiscountern der Republik: Schnäppchen-CDs ab 3,95 Euro, das sind meist ältere Alben oder „Greatest Hits“-Sammlungen. Das billigste Album bei Musicload liegt dagegen bei 7,95 Euro. Und wer sich die Musikliste der Billig-CD einzeln online zusammenstellt, zahlt kräftig drauf, nämlich über die normalen Stückpreise. Ein Musikstück bei Musicload kostet zwischen 99 Cent und 1,49 Euro. Konkurrent Apple („iTunes“) nimmt einheitlich 99 Cents.

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