Ära globaler Angriffe am Ende
Viren-Bedrohung ändert sich komplett

Die Ära globaler Virenangriffe ist nach Ansicht der IT-Sicherheitsfirma Trend Micro vor dem Ende. In einer Viren-Bilanz des ersten Halbjahres 2007 erklärt Trend Micro, die heutigen Bedrohungen seien getarnt, regional und gezielt, Web-basiert und durch finanzielle Interessen motiviert.

HB FRANKFURT. Rund um Erstellung, Verkauf und Einsatz von Malware sei ein regelrechtes Wirtschaftssystem entstanden. Die technische Raffinesse und die Komplexität der Bedrohungen steige kontinuierlich.

In nahezu allen Programmen, Netzwerkarchitekturen und Betriebssystemen könnten Sicherheitsschwachstellen gefunden werden, erklärte Trend Micro. Mit gezielten Angriffen versuchten Hacker, Schadcode durch die Lücken auf die Computer zu schleusen. Einige Malware-Programmierer suchten auch aktiv nach neuen Schwachstellen und verkauften ihre Informationen auf dem Schwarzmarkt.

Phishing-Angriffe erreichten bereits im Januar 2007 einen ersten Höhepunkt. Für deutsche Internetnutzer sei besonders gefährlich, dass sich mit der Sparkasse und der Volksbank zwei deutsche Bankinstitute unter den zehn am häufigsten gefälschten Webseiten befänden, neben populären Angeboten wie eBay und PayPal.

Schadprogramme werden als Video-Codec verbreitet

Trend Micro registriert nach eigenen Angaben seit einiger Zeit außerdem, dass Schadprogramme immer häufiger als Video Codecs getarnt werden, um Anwender zum Download zu bewegen. Video-Downloads und Video-Streaming über das Internet erfreuen sich derzeit großer Popularität, was die Programmierer von Viren, Würmern und anderen Schadprogrammen nun offenbar auszunutzen versuchen.

Trend Micro empfiehlt Computernutzern, generell auf den Download von Media Codecs zu verzichten, auch wenn ein vermeintliches Video dadurch nicht angesehen werden kann. Stattdessen sollte eine automatische Update-Funktion verwendet werden, wie sie von vielen Video-Playern bereits als Standard angeboten werde. Die meisten gängigen Codecs seien wegen des Wettbewerbs unter den Herstellern von Video-Playern ohnehin schon integriert. Der Download zusätzlicher Codecs sei in den meisten Fällen überflüssig und stelle ein vermeidbares Sicherheitsrisiko dar.

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